Der DAX hat den dritten Tag in Folge mit Verlusten abgeschlossen. So ging der deutsche Leitindex am Mittwoch mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 25.839,33 Punkten aus dem Handel. Der MDAX gab sogar 0,7 Prozent auf 31.958,41 Punkte nach. Maßgeblich dafür verantwortlich: der hartnäckig weiter gestiegene Ölpreis.
Die anhaltenden gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise zur Wochenmitte weiter nach oben getrieben. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Luftabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarden sowie Ausrüstung zum Verlegen von Seeminen.
Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Die drei Staaten sind mit Washington verbündet und beherbergen US-Militärstützpunkte. Auch in der strategisch wichtigen Straße von Hormus verschärfte sich die Lage. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass der DAX den dritten Tag in Folge im Minus beendete.
Bei den Einzelwerten stach zur Wochenmitte unter anderem GEA mit einem Kursrückgang von 3,2 Prozent hervor. Belastet wurden die Aktien von einer Platzierung: Die staatliche Kuwait Investment Authority bietet rund fünf Millionen Aktien des Anlagenbauers zu einem Preis zwischen 64,85 und 65,50 Euro je Anteilsschein an.
Volkswagen-Aktien büßten 3,7 Prozent ein. Der Autobauer muss den EuroStoxx 50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekannt gab. Angesichts der Krise bei den Wolfsburgern ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Der Abstieg aus dem europäischen Leitindex kam zwar nicht überraschend, belastete den Kurs aber dennoch.
Schlechte Indexnachrichten gab es auch aus der zweiten Reihe. So müssen der Flughafenbetreiber Fraport und der Autozulieferer Aumovio ihre Plätze im marktbreiten Stoxx Europe 600 räumen. Die Fraport-Aktien trotzten der Nachricht und legten 0,3 Prozent zu. Für Aumovio ging es im schwachen Branchenumfeld um 1,7 Prozent nach unten.
Größter Tagesgewinner im DAX war Qiagen. Für die Aktien ging es um 2,3 Prozent nach oben. Größere Unternehmensnachrichten, die den Kursanstieg hätten erklären können, gab es allerdings nicht.
Zu den DAX-Gewinner zählte auch die Deutsche Bank. Die Aktien erreichten zeitweise den höchsten Stand seit Anfang 2014. Rückenwind kam von der Analystenseite. Chris Hallam von der US-Investmentbank Goldman Sachs hob sein Votum an und rät nun zum Kauf. Er sieht die Frankfurter am Beginn einer „Ära höherer Profitabilität“ und verwies zudem auf die günstige Bewertung.
Auch die Aktien der Commerzbank, die vor der geplanten Übernahme Gespräche mit ihrem Großaktionär UniCredit führt, hielten sich mit einem Plus von 0,8 Prozent vergleichsweise gut.
Heute, 17:57
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