Nach dem schwachen Start in den September dürfte der DAX am Mittwoch weiter nachgeben. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex aktuell bei rund 25.810 Punkten und damit etwa 0,55 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Dienstag. Anhaltende Zinssorgen und der erneute Anstieg der Ölpreise sorgen für weiteren Abgabedruck.
- Der DAX wird vorbörslich rund 0,55 Prozent im Minus taxiert.
- Brent steigt auf rund 95,50 Dollar.
- Wall Street und Asien unter Druck – Fed-Sorgen nehmen zu.
Für zusätzlichen Druck sorgen die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten. Nach neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Gegenmaßnahmen Teherans wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Gleichzeitig verteuert sich Öl deutlich. Brent notiert bei rund 95,50 Dollar je Barrel, nachdem die Notierung am Dienstag bereits kräftig gestiegen war.
Wall Street liefert schlechte Vorgaben
Auch die Wall Street ist denkbar schwach in den September gestartet. Der Dow Jones verlor 0,79 Prozent, der S&P 500 gab 0,71 Prozent ab und der technologielastige Nasdaq 100 büßte rund ein Prozent ein. Steigende Anleiherenditen und die Aussicht auf höhere Zinsen belasteten die Aktienmärkte.
Auch die Wall Street ist denkbar schwach in den September gestartet. Der Dow Jones verlor 0,79 Prozent, der S&P 500 gab 0,71 Prozent ab und der technologielastige Nasdaq 100 büßte rund ein Prozent ein. Steigende Anleiherenditen und die Aussicht auf höhere Zinsen belasteten die Aktienmärkte.
Schwache Vorgaben aus Asien
In Asien setzt sich die Talfahrt fort. Der Nikkei 225 verliert rund 2,6 Prozent, der südkoreanische Kospi sogar mehr als drei Prozent. Anleger fürchten, dass ein dauerhaft hoher Ölpreis die Inflation wieder anheizt.
Zinssorgen sind zurück
Damit gerät auch die US-Notenbank stärker in den Mittelpunkt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ist laut aktuellen Markterwartungen deutlich gestiegen. Der US-Dollar und die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legten entsprechend zu. Die Rendite kletterte zeitweise auf 4,81 Prozent, den höchsten Stand seit November 2023.
Gold und Bitcoin
Selbst Gold und der Bitcoin geben weiter nach: Die Feinunze fällt zur Wochenmitte auf 4.300 Dollar, für den Bitcoin geht es um marginal abwärts auf 77.378 Dollar.
Hugo Boss und Springer Nature im Fokus
Auch auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage am Mittwochmorgen überschaubar. Zwei Meldungen vom Vorabend stechen allerdings heraus. Vor allem bei Hugo Boss dürfte es heute spannend werden.
So spitzt sich die Machtfrage bei dem Modekonzern weiter zu. Konkret hat Hugo Boss hat sein erst am 24. August gestartetes Aktienrückkaufprogramm vorzeitig beendet. Bis zum 1. September wurden 124.044 Aktien für rund 4,8 Millionen Euro erworben. Der Schritt steht unmittelbar mit den Plänen der Frasers Group in Verbindung, ihren Anteil an Hugo Boss auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen.
Damit dürfte die Aktie heute stärker in den Fokus rücken. Frasers hält bereits knapp 48 Prozent und will nun die Mehrheit übernehmen. Gleichzeitig prüft der britische Konzern seine Unterstützung für Hugo-Boss-Aufsichtsratschef Stephan Sturm.
Springer Nature hat derweil Patric Somlo zum neuen CFO und Mitglied des Management Boards ernannt. Somlo kommt vom Schweizer Pharmadienstleister Lonza und soll seine neue Position am 1. November antreten.
Für Anleger ist die Personalie ebenfalls wichtig. Auf den Aktienkurs hat die Nachricht bisher jedoch kaum Auswirkung.
US-Tech mit wichtigen Zahlen
Am Abend richtet sich der Blick an der Wall Street vor allem auf die Technologiebranche. Broadcom legt seine Zahlen vor. Laut den aktuellen Konsensschätzungen werden 3,21 Dollar Gewinn je Aktie und 29,25 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Für die Aktie dürfte neben den aktuellen Zahlen vor allem der Ausblick auf das KI-Geschäft entscheidend sein.
Auch Snowflake steht mit Zahlen auf der Agenda. Daneben berichten unter anderem Hewlett Packard Enterprise und NetApp. Bei HPE liegen die Erwartungen bei einem Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar und 11,93 Milliarden Dollar Umsatz. Bei NetApp werden 2,11 Dollar Gewinn je Aktie und 1,83 Milliarden Dollar Umsatz erwartet.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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