Der DAX konnte sich am Dienstag nicht von seinen Vortagesverlusten erholen. Im Gegenteil. Der deutsche Leitindex gab weitere 1,1 Prozent nach. Damit fiel er wieder unter die Marke von 26.000 Punkten. Am Ende schloss der DAX bei 25.970,11 Punkten. Hauptverantwortlich dafür: der erneute Ölpreisanstieg und zunehmende Inflationssorgen.
Gegen den Trend gefragt waren im DAX die Papiere von Munich Re, die um gut ein Prozent zulegten. Rückenwind kam von einer Einschätzung des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wegen der bislang ausgebliebenen schweren Winterstürme rechnet der Verband für 2026 mit unterdurchschnittlichen Schäden durch Naturkatastrophen.
Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen verursachten im ersten Halbjahr Schäden von rund 950 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der GDV rund zwei Milliarden Euro. Das wären mehr als eine Milliarde Euro weniger als in einem durchschnittlichen Jahr. Die Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass es bis zum Jahresende zu keinen größeren Katastrophen kommt.
Bei Symrise sorgte zunächst eine Kaufempfehlung von Jefferies für gute Stimmung. Die Aktie näherte sich zeitweise mit deutlichen Gewinnen ihrem Jahreshoch. Im Tagesverlauf schmolz das Plus jedoch auf 0,7 Prozent ab.
Zusätzlichen Rückenwind lieferte der Verkauf des US-Geschäfts mit Terpen-Inhaltsstoffen an die Beteiligungsgesellschaft Mutares. Damit stärkt Mutares das eigene Chemiegeschäft und baut seinen Fußabdruck in den USA aus. Die Mutares-Aktie reagierte nur wenig auf die Transaktion.
Auch Merck profitierten von einer Analystenstudie. Nach der Kaufempfehlung der HSBC verteuerten sich die Papiere des Pharma- und Technologiekonzerns um 0,8 Prozent.
Unter Druck standen dagegen die Aktien von SAP. Ein negativer Kommentar der UBS belastete das Schwergewicht. Die Papiere des Softwarekonzerns verloren 3,5 Prozent und waren damit der größte DAX-Verlierer. Der Rückgang bei SAP wog im Leitindex besonders schwer.
Noch deutlicher fielen die Verluste bei mehreren Rüstungswerten im MDAX aus. Hensoldt, TKMS und RENK gaben teilweise mehr als fünf Prozent nach und verstärkten damit den Druck auf den Index der mittelgroßen Unternehmen. Einziger größerer MDAX-Gewinner waren K+S. AlphaValue/Baader Europe hob nach den Zahlen zum zweiten Quartal die Prognosen für den Düngemittel- und Salzkonzern an.
Im SDAX stiegen GFT nach einer positiven Studie von Berenberg an die Indexspitze. Die Aktie erreichte den höchsten Stand seit dem Sommer 2024 und legte zuletzt rund drei Prozent zu.
Bei OHB setzte dagegen nach dem Kurssprung am Vortag schnell Ernüchterung ein. Die Papiere des Raumfahrtkonzerns standen deutlich unter Druck. Friedrich Vorwerk setzte seinen Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort.
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