Das sieht nicht gut aus: Die Aktie eines DAX-Konzerns gibt im frühen Handel zwischenzeitlich knapp drei Prozent ab, da ein ausländischer Staatsfonds seine Beteiligung reduziert. So will der kuwaitische Fonds Kuwait Investment Authority (KIA) nach Informationen von Bloomberg rund fünf Millionen GEA-Aktien verkaufen.
Diese sollen zu einem Preis zwischen 64,85 und 65,50 Euro je Aktie platziert werden. Das entspricht etwa drei Prozent des gesamten Aktienkapitals. Damit würde der Angebotspreis rund zwei bis drei Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag von 66,85 Euro liegen. Die KIA hält derzeit nach Angaben von GEA noch 10,5 Prozent der Anteile. Die übrigen Aktien befinden sich im Streubesitz.
Die Kuwait Investment Authority zählt damit aber weiterhin zu den bedeutenden und langjährigen Aktionären des DAX-Konzerns. Die geplante Platzierung setzte die GEA-Aktie am Mittwoch zwar unter Druck, es besteht aber kein Grund zur Panik.
Aus charttechnischer Sicht war die Platzierung der Aktien natürlich unglücklich, da der Aktie des Anlagenbauers erst kürzlich der Sprung auf ein neues Allzeithoch gelungen ist.
Geht es nach den Experten von Deutsche Bank Research, so ergibt sich dadurch eine durchaus gute Kaufchance. So hatte deren Analyst Lars Vom-Cleff nach den Quartalszahlen das Kursziel von 71 auf 76 Euro erhöht. Das Anlagevotum lautet nach wie vor "Buy". Er lobte, dass das organische Wachstum mit elf Prozent deutlich über dem eigenen Zielkorridor von sechs bis acht Prozent liegt.
Die Aktie der GEA Group bleibt weiterhin attraktiv. Die heutige Meldung ist kein Grund zur Sorge, schließlich bleibt der kuwaitische Staatsfonds nach wie vor an Bord des DAX-Konzerns. Auch DER AKTIONÄR bleibt überzeugt und belässt die Anteilscheine auf der Empfehlungsliste. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 51,00 Euro belassen werden.
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