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24.02.2015 Michael Schröder

DAX: Die Rallye geht weiter, wenn …

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Die Hängepartie im Griechenland-Schuldenstreit hält die Investoren am deutschen Aktienmarkt weiter in Atem. Vor der endgültigen Entscheidung über eine Verlängerung des Hilfsprogramms dürften die Anleger nun wohl erst einmal abwarten. Impulse dürften auch aus den USA kommen, wenn US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des US-Senates spricht.

Die Finanzminister der Eurostaaten wollen an diesem Tag die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland beschließen. Voraussetzung ist allerdings, dass eine bei der Regierung in Athen angeforderte Reformliste ausreichend Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss des Rettungspaketes weckt. Die griechische Regierung hat die Reformliste gegen Mitternacht eingereicht. Noch am Nachmittag soll nach bisherigem Zeitplan bei einer Telefonkonferenz der Eurogruppen-Finanzminister darüber entschieden werden, ob das Hilfsprogramm für das hoch verschuldete Land verlängert wird. Dazu soll die Reformliste von Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) unter die Lupe genommen werden.

Aus Sicht von Experten rückt aber auch die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des US-Senates in den Fokus der Anleger. Am Folgetag ist sie dann vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses geladen. Die Äußerungen von Yellen dürften vor allem auf Hinweise einer Leitzinserhöhung abgeklopft werden, über die seit Monaten an den Märkten heftig spekuliert werden. Viele Beobachter rechnen mit einer Zinsanhebung etwa zur Mitte des Jahres.

Der DAX eilt seit gut sechs Wochen von Rekord zu Rekord und gewann dabei über 15 Prozent. Zum Wochenstart hatte der Leitindex bei 11.158,55 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht. Die Rallye dürfte sich dynamisch fortsetzen, wenn es Fortschritte bei der Hängepartie im Griechenland-Schuldenstreit gibt und die US-Notenbankchefin Yellen beim Thema US-Leitzinserhöhung weiter Ruhe bewahrt und geduldig bleibt.

Charttechnisch würde sich in diesem Fall ein Anschlusspotenzial bis zum 161,8%-Fibonacci-Retracement der Konsolidierung von Anfang Februar um 11.225 Punkte ergeben. Strategisch betrachtet, lässt sich weiterhin im Rahmen des 261,8%-Fibonacci-Retracements der Korrektur von Juni bis Oktober 2014 ein DAX-Ziel von 12.800 Punkten ableiten. Fällt der DAX wider Erwarten zurück, würde sich das Chartbild erst bei einem Rutsch unter die Zone um 10.595 Punkte eintrüben. Für das Long-Szenario bleibt der DAX Turbo-Bull von der Citigroup mit der WKN CC6 GU8 weiter erste Wahl.

(Mit Material von dpa-AFX)

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