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30.08.2021 Jan Paul Fóri

DAX & Co: Inflationsdaten lassen Anleger kalt

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DAX

Der DAX hat sich zum Auftakt der neuen Handelswoche am Montag nur wenig nach vorne bewegt. Rekordhochs am US-Aktienmarkt hinterließen ebenso wenig Spuren wie Zahlen zu den deutschen Verbraucherpreisen. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex mit plus 0,2 Prozent auf 15.887 Punkte. Die Indizes der mittleren und kleineren Börsenwerte kletterten derweil auf neue Höchststände.

Im MDAX fiel der Zuwachs mit 0,4 Prozent auf 36.268 Punkte etwas deutlicher aus. Der Index der mittelgroßen Werte war wie der Nebenwerteindex SDAX im Verlauf so hoch gestiegen wie nie. Während das neue Rekordhoch beim MDAX nun 36.309 Punkte beträgt, liegt die frische SDAX-Bestmarke bei 17.187 Zählern. 

Inflationsdaten liefern keine neuen Impulse 

Der jüngste Anstieg der Inflation in Deutschland fiel in etwa wie von Volkswirten erwartet aus. "Investoren erwarten weiterhin, dass die Inflation nur temporär erhöht bleibt und die Europäische Zentralbank (EZB) nicht zu einem Kurswechsel zwingt", sagte Chefvolkswirt Johannes Mayr vom Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz. Die hohe Inflation ist derzeit global ein viel debattiertes Thema, auch US-Notenbankchef Jerome Powell hatte sie am Freitag erneut als vorübergehende Erscheinung bezeichnet.

Chemiebranche im Aufwind 

Chemiewerte waren am Montag europaweit gefragt. Im DAX gewannen Covestro als bester Wert 2,13 Prozent, im MDax eroberten Lanxess  die Spitzenposition mit plus 4,37 Prozent.

CR7 als Werbeträger 

TeamViewer rückten auf Platz zwei im MDAX um 2,58 Prozent vor, nachdem am Freitagabend klar wurde, dass der Name des Herstellers von Computer-Fernwartungslösungen nach der Verpflichtung von Cristiano Ronaldo durch Manchester United künftig auf dem Trikot des Star-Fußballers steht.

Wandelanleihe belastet 

Dagegen verloren die Aktien des Solar- und Windparkbetreibers Encavis 2,41 Prozent, damit aber deutlich weniger als noch im frühen Handel. Belastend wirkte, dass zwei Anleihen vorzeitig in Aktien gewandelt werden sollen. Dafür müssen neue Anteile ausgegeben werden, die den Gewinn verwässern.

Mehrjahreshoch nach Übernahmeofferte 

Im SDAX katapultierte ein Übernahmeangebot für ADVA die Papiere des Telekomausrüsters um mehr als zehn Prozent nach oben. In der Spitze hatten sie um 20 Prozent zugelegt und mit 15,48 Euro den höchsten Kurs seit dem Jahr 2001 erreicht. Der US-Konzern Adtran will sich Adva einverleiben. Die Übernahme soll über einen Aktientausch erfolgen. Vorstand und Aufsichtsrats von Adva begrüßen das Angebot.

DAX (WKN: 846900)

Mit Material von dpa-AFX.

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