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06.09.2021 Laurenz Föhn

Daimler: In der Chip-Krise – Licht am Ende des Tunnels?

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Daimler

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius erwartet etwas Entspannung, aber noch kein Ende der Halbleiter-Krise. Die jüngsten Corona-Lockdowns in Malaysia hätten Mercedes-Benz im laufenden Quartal getroffen und „die Situation ist volatil". Das sagte der schwedische Manager am Sonntagabend vor Beginn der Automesse IAA in München.

Källenius hoffe, dass es im vierten Quartal besser werde. Aber die Nachfrage nach Halbleitern werde auch nächstes Jahr höher sein als die weltweite Produktionskapazität. Das sei ein strukturelles Problem und habe nichts mit der Pandemie zu tun. Erst 2023 erwarte er eine deutliche Entspannung, so der Daimler-CEO.

Trotz Chipmangel und Elektrowende sieht der Schwede den DAX-Konzern in einer „glücklichen Lage“. Die Nachfrage nach Limousinen und SUVs mit Sternenlogo sei weiterhin hoch, erklärte Källenius. Zudem offeriere Mercedes seinen Kunden aktuell das „wahrscheinlich beste Produktportfolio, das wir je hatten“. Die Schwaben können deshalb ihre Autos zu Spitzenpreisen verkaufen. Im ersten Halbjahr generierte Daimler eine operative Gewinnmarge von fast 13 Prozent.

Daimler (WKN: 710000)

Daimler wirtschaftet aktuell so profitabel wie nie zuvor. Auch zukünftig sei laut Källenius der Gewinn wichtiger als das reine Mengenwachstum. Aus technischer Sicht hat die Unterstützung bei 68,50 Euro zuletzt erneut gehalten. Nun notiert die Daimler-Aktie oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 70,00 Euro. Das nächste Etappenziel liegt bei 73,25 Euro (50-Tage-Linie). Anleger bleiben investiert.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Daimler

(Mit Material von dpa-AFX)

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