Ihre Kaufchancen fürs zweite Halbjahr
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13.03.2020 Marion Schlegel

Daimler: Hauptversammlung im April abgesagt – Aktionäre müssen warten

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Daimler

Während die Aktie von Volkswagen am heutigen Freitag zu den stärksten Verlieren im DAX zählt, können die beiden anderen deutschen Autobauer im DAX – BMW und Daimler – ein paar Prozentpunkte gut machen. BMW hatte am Donnerstag Zahlen vorgelegt. Der Autobauer BMW hat nach dem schwachen Jahresauftakt im Schlussquartal Boden gutmachen können. Gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresquartal legten die Bayern bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu, auch weil sie teurere Autos an die Kundschaft brachten. Die Dividende für die Stammaktionäre kürzte der DAX-Konzern aber unerwartet kräftig um einen Euro auf 2,50 Euro. BMW beendet den heutigen Handelstag mit einem Plus von 3,0 Prozent auf 45,42 Euro.

BMW (WKN: 519000)

Daimler ging am Ende mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 25,65 Euro aus dem Xetra-Handel. Seit dem Zwischenhoch im November 2019 bei 54,50 Euro hat sich die Aktie von Daimler mittlerweile mehr als halbiert.

Wie Daimler am Freitag bekannt gab, verschiebt der Autobauer wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seine für den ersten April in Berlin geplante Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit. Die Gesundheit der Aktionäre und aller anderen Beteiligten und Gäste habe oberste Priorität, teilte der Konzern am Freitag in Stuttgart mit. Wann die Veranstaltung nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Man strebe – abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie – einen Termin Anfang Juli an, hieß es.

Daimler (WKN: 710000)

Laut Aktiengesetz muss die Hauptversammlung innerhalb von acht Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres stattfinden, also bis Ende August. Die Daimler-Aktionäre müssen unter anderem über die Auszahlung der Dividende, das künftige Vergütungssystem für den Vorstand sowie den geplanten Einzug von Telekom-Chef Tim Höttges in den Aufsichtsrat des Autobauers entscheiden.

Angesichts der generellen Unsicherheit an den Markt und den ohnehin starken Problemen in der Autobranche drängt sich derzeit ein Kauf von Daimler & Co nicht auf.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.

(Mit Material von dpa-AFX)

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