25.04.2017 Werner Sperber

Daimler: Ein zweiter Blick ist nötig

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Daimler
Trendthema

Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von Daimler für das erste Quartal des laufenden Jahres ist viel besser als von Analysten geschätzt. Wegen der guten Geschäfte in der Volksrepublik China und dem Absatzrekord von Mercedes für ein Auftaktquartal stieg das EBIT im Jahresvergleich um 86,6 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro. Analysten gingen von 3,05 Milliarden Euro aus.

 Vorjahreszeitraum Sonderbelastung, jetzt Sonderertrag

Allerdings belasteten ein Jahr zuvor Wertminderung im China-Geschäft und Währungseffekte das EBIT mit 532 Millionen Euro. Die Umsatzrendite bei Mercedes erhöhte sich von 7,0 auf 9,8 Prozent, wobei Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche ein mittelfristiges Ziel von zehn Prozent ausgegeben hat.

Zu diesem EBIT trug jedoch eine um 183 Millionen Euro höhere Bewertung des Anteils am Kartendienst HERE bei sowie eine nun wieder um 240 Millionen Euro höhere Bewertung des Anteils an BAIC Motors und ein Sonderertrag aus dem Verkauf von Immobilien bei der Beteiligung an Mitsubishi Fuso Trucks and Bus Corporation (MFTBC) von 267 Millionen Euro. Doch auch ohne diese Einmalerträge von 690 Millionen Euro ist das EBIT mit dann 3,32 Milliarden Euro noch deutlich höher als von Analysten geschätzt.

Diese Analysten schätzen zudem, der Umsatz sei um 2,2 Prozent auf 35,8 Milliarden Euro und der Gewinn je Aktie um 32 Prozent auf 1,92 Euro gestiegen. Stefan Burgstaller, Analyst von Goldman Sachs, ist vom EBIT überrascht und gibt das Kursziel mit 78 Euro an.


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Verlag: Börsenbuchverlag
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