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22.01.2020 Marion Schlegel

Daimler, BMW und Volkswagen: Schon wieder Trump

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Daimler

US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union erneut mit der Einführung von Strafzöllen auf Autoimporte gedroht. Falls sich die EU und die USA nicht auf ein Handelsabkommen verständigen könnten, würden solche Importgebühren "sehr ernsthaft" geprüft, sagte Trump am Dienstag am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. "Wir gehen davon aus, dass wir mit Europa einen Deal machen können", sagte Trump.

Kurz zuvor hatte sich Trump in Davos mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besprochen. Die USA hofften auf ein baldiges Handelsabkommen, erklärte das Weiße Haus. Die USA und die EU sind wichtige Handelspartner. Sie haben 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 1,3 Billionen US-Dollar ausgetauscht. Ein umfassendes neues Handelsabkommen wird es aber wohl nicht in naher Zukunft geben, auch weil beide Seiten bestimmte Wirtschaftsbereiche ausschließen wollen: Die EU etwa will ihre Landwirtschaft schützen, die US-Regierung hingegen den Markt für öffentliche Aufträge.

Trumps Regierung hatte der EU bereits im vergangenen Jahr mit der Verhängung von Strafzöllen auf europäische Autoimporte in Höhe von 25 Prozent gedroht. Eine Frist zu deren Verhängung lies die Regierung aber ohne Angabe von Gründen verstreichen.

Daimler (WKN: 710000)

Trump ärgert es, dass die EU-Staaten mehr Waren in die USA exportieren als umgekehrt. US-Zölle auf Autoimporte würden vor allem deutsche Hersteller schwer treffen. Die EU hat klargemacht, dass sie bei einer Verhängung von Strafzöllen ebenfalls neue Importgebühren einführen würde. Es könnte daher ein Handelskrieg der zwei wirtschaftlichen Riesen drohen.

Noch in der vergangenen Woche sagte der EU-Handelskommissar Phil Hogan, dass die im vergangenen Jahr von der US-Regierung angedrohten Strafzölle auf Autoimporte aus der Europäischen Union inzwischen kaum mehr ein Thema seien.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Unter den deutschen Autobauern Daimler, BMW und Volkswagen ist zuletzt insbesondere die Aktie von Daimler wieder deutlicher unter Druck geraten. Charttechnisch am stärksten präsentiert sich weiterhin die Aktie von Volkswagen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.


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