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04.01.2021 Marion Schlegel

Corona-Impfstoff von Moderna: Enttäuschung – EU-Behörde verschiebt Entscheidung

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MODERNA

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben. Das teilte die EMA am Montagabend in Amsterdam mit. Der Expertenausschuss der EMA war bereits am Montag und damit zwei Tage früher als geplant zusammengetroffen und hatte über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten.

MODERNA (WKN: A2N9D9)

Dabei seien einige Fragen offengeblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss. Die EMA hatte bereits zuvor nicht ausgeschlossen, dass eine Entscheidung erst bei der planmäßigen Sitzung des Ausschusses am Mittwoch fallen könnte.

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Der Impfstoff von Moderna ist bereits in den USA und Kanada zugelassen. Bei einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen. Es wäre nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und BioNTech der zweite Impfstoff gegen Covid-19, der in den EU-Mitgliedsstaaten zugelassen würde. Die EU hat bei Moderna bereits 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.

Zuvor gab es Moderna noch gute News, was die Impfstoffkapazitäten angeht. Das Unternehmen teilte mit, dass man nun mindestens 600 Millionen Impfdosen im laufenden Jahr herstellen will. Bislang war Moderna von einem Minimum in Höhe von 500 Millionen ausgegangen. Als maximale Jahresproduktionsmenge gibt Moderna weiterhin eine Milliarde Dosen an.

Die Aktie von Moderna konnte im Zuge der positven News im Laufe des Tages und nach den Gewinnmitnahmen zuletzt am heutigen Montag deutlich zulegen. Mehr als fünf Prozent ging es am Abend an der US-Heimatbörse nach oben. Nach Bekanntgabe der Entscheidungsverschiebung durch die EU bröckeln die Gewinne jedoch wieder leicht. DER AKTIONÄR bleibt aber zuversichtlich, dass es auch in der EU bald grünes Licht gibt. Das aktuelle Niveau ist in jedem Fall wieder interessant für Käufe.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Moderna.

(Mit Material von dpa-AFX)