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20.03.2020 Michael Schröder

Corona-Abwärtsspirale: DAX gelingt erste Stabilisierung – Extremzustand bleibt

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DAX

DAX und Co haben sich zum Wochenschluss weiter stabilisiert. Insgesamt ergibt sich für die vergangenen fünf Handelstage angesichts der andauernden Verunsicherung durch die Coronavirus-Krise aber noch immer noch ein Verlust von 3,3 Prozent. Seit Ausbruch der Panik über die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie vor vier Wochen hat der Leitindex damit etwas mehr als ein Drittel eingebüßt.

War der DAX zur Eröffnung noch um fast sieben Prozent gestiegen, so ging er letztlich mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 8.928,95 Punkte ins Wochenende. Die massiven geld- und fiskalpolitischen Interventionen von Notenbanken und einzelnen Staaten sowie die Beruhigung am Ölmarkt sorgen zumindest für etwas Entspannung.

Ob es sich dabei nur um ein Durchschnaufen oder der Beginn einer nachhaltigen Stabilisierung handelt, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen massiv unter dem Einfluss der Folgen des Coronavirus. Wie stark und anhaltend die zu erwartenden negativen Auswirkungen auf die globale wirtschaftliche Entwicklung sein werden, ist derzeit nicht verlässlich absehbar.

DAX (WKN: 846900)

Die HSBC-Analysten argumentieren, der deutsche Aktienmarkt sei mittlerweile erheblich "überverkauft". So wiesen beispielsweise alle 30 DAX-Titel auf Jahressicht prozentual zweistellige Verluste auf. Rund die Hälfte der Schwergewichte komme gar auf Einbußen von mehr als 35 Prozent – ein absoluter Extremzustand.

Politik und Wirtschaft werden weiter alles versuchen, die Ausbreitung des Virus und die Auswirkungen der Krise einzudämmen. Bleiben weitere Corona-Hiobsbotschaften aus, könnte sich die Stabilisierung an den Börsen in der kommenden Woche fortsetzen.

Ob es in Deutschland zu einer bundesweiten Ausgangssperre kommen wird, um die Ausbreitung einzudämmen, wird vermutlich am Wochenende entschieden.

Auch DER AKTIONÄR ruft auf, soziale Kontakte möglichst zu meiden, um die Verbreitung des Virus maximal zu verlangsamen.

In den letzten Tagen wurden auch viele Unternehmen mit krisensicheren Geschäftsmodellen in den Strudel der Corona-Abwärtsspirale hineingezogen. Diese Unternehmen sind jetzt mit deutlichen Abschlägen zu haben und sollten auf dem Einkaufszettel jedes Anlegers stehen.

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