Continental liefert im Reifengeschäft weiter starke Ergebnisse und wird für das Gesamtjahr optimistischer. Der Reifenhersteller hebt seine Prognose für die Profitabilität und den freien Cashflow an. An der Börse kommt das gut an: Die Aktie legt am Mittwochvormittag um mehr als fünf Prozent zu.
Im dritten Quartal erzielte Continental mit den fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro. Organisch entspricht das einem Rückgang von 1,5 Prozent. Beim Ergebnis ging es dagegen nach oben: Das bereinigte EBIT verbesserte sich auf 514 Millionen Euro nach 482 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die entsprechende Marge kletterte von 13,9 auf 14,9 Prozent.
Besonders gut lief es in Europa und Asien. Gefragt waren vor allem große Hochleistungsreifen für SUVs und Elektroautos. Schwächere Ersatzreifenmärkte in Nord- und Südamerika sowie eine rückläufige Automobilproduktion bremsten dagegen das Geschäft.
Neue Jahresziele – aber auch Gegenwind
Für 2026 rechnet Continental nun mit einer bereinigten EBIT-Marge von 13,4 bis 14,0 Prozent. Zuvor lag die Spanne bei 12,0 bis 13,5 Prozent. Auch beim bereinigten Free Cashflow wird der Konzern zuversichtlicher. Statt 700 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro stehen jetzt 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro auf dem Plan.
Ganz ohne Risiken geht es allerdings nicht ins Jahresfinale. Finanzvorstand Roland Welzbacher warnte vor steigenden Rohstoffpreisen, die das Ergebnis im vierten Quartal stärker belasten dürften. Zudem sank der bereinigte Free Cashflow im dritten Quartal von 99 auf 31 Millionen Euro.
Die Aktie gibt Gas
Die Börse konzentriert sich zunächst auf die angehobenen Jahresziele. Die Continental-Aktie gewinnt am Vormittag mehr als fünf Prozent. Aus charttechnischer Sicht rückt damit wieder die 70-Euro-Marke in den Fokus.
Der Konzernumbau bei Continental trägt Früchte. Bereits investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Seit Empfehlung in Ausgabe 20/2025 hat die Aktie bereits zweistellig zugelegt und bleibt ein Kauf.
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