Commerzbank unter Druck: Kommt jetzt die Verschnaufpause?

Commerzbank unter Druck: Kommt jetzt die Verschnaufpause?
Foto: Hans-Joachim Nitschmann/ stock.adobe.com
Commerzbank AG -%
Fabian Strebin Heute, 10:02 Fabian Strebin

Heute deutet sich im Vormittagshandel am deutschen Aktienmarkt ein erstes Innehalten an, nachdem es für den DAX aufgrund des Iran-Krieges nun zwei Tage in Folge scharf abwärts ging. Dabei liegen etliche Indexwerte sogar im Plus. Die Commerzbank-Papiere gehören zwar erneut zu den größten Verlierern, aber die Verluste sind derzeit moderat.

Der DAX ist diese Woche unter die 200-Tage-Linie bei 24.175 Punkte gerutscht, wobei Ende letzter Woche bereits der GD50 gerissen wurde. Allerdings deutet sich heute im frühen Handel ein erster Halt an. Der Leitindex notiert derzeit sogar leicht im Plus. Unter den besten Werten finden sich sogar Vertreter der Finanzbranche, mit Munich Re und Hannover Rück indes Versicherer.

Die Commerzbank kommt erneut aus dem hinteren Feld des DAX nicht hinaus und gehört mit einem Abschlag von rund 0,5 Prozent erneut zu den größten Verlierern. Im Vergleich zu den Abschlägen der letzten beiden Tage ist das allerdings sehr moderat. Außerdem hat es die Aktie auch geschafft, die psychologisch wichtige Marke von 30,00 Euro zu halten.

Die 200-Tage-Linie bei 32,20 Euro fiel indes gestern, der GD100 und der GD50 bereits letzte Woche. Das Chartbild hat sich also deutlich eingetrübt, der scharfe Abverkauf könnte aber zumindest nun pausieren.

Die Commerzbank gilt als eine der zinssensitivsten Branchenvertreter in Europa. Anders gesagt: Das reine Brot-und-Butter-Geschäft mit der Kreditvergabe an Privatkunden und Unternehmen macht einen guten Teil der Erlöse aus. Steigt nun die Inflation aufgrund der Eskalation bei den Energiepreisen, dann könnte die Nachfrage nach Darlehen sinken. Zudem würden die Ausfälle zunehmen.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Möglicherweise gibt es eine Verschnaufpause für Anleger. Der weitere Verlauf des Konflikts im Iran ist nach wie vor unklar, wichtige Unterstützungen wurden bei der Aktie gerissen. Die nächste liegt auf Höhe von 30,95 Euro. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 29,00 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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