Neue Top-Titel für das AKTIONÄR-Depot
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11.11.2021 Fabian Strebin

Commerzbank-Rally: Fusion mit der DZ Bank unter neuer Regierung?

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Commerzbank

Die Aktien der Commerzbank gingen gestern bei fast sieben Euro aus dem Handel. Hintergrund ist ein Bericht über die möglichen Pläne der neuen Bundesregierung mit dem Finanzinstitut. Denn mit 15,6 Prozent ist der Staat noch immer der größte Aktionär. Auch ein positiver Analystenkommentar gibt Rückenwind. Die Aktie legt weiter zu.

Die Commerzbank-Aktien haben sich am Mittwoch erstmals seit 2019 wieder der Sieben-Euro-Marke genähert. Zuletzt gewannen sie 4,2 Prozent auf 6,98 Euro. Händler begründeten den anziehenden Kurs mit einem Bericht, wonach es unter der Ampel-Koalition von SPD, FDP und Grünen die Entscheidung geben könnte, den Verkauf der Commerzbank voranzutreiben.

So macht ein Verkauf Sinn

In dem Bericht heißt es, bei einer Regierungsbeteiligung der Liberalen sollten Staatsbeteiligungen an Privatunternehmen künftig die Ausnahme sein. Dadurch könne auch die Staatsbeteiligung an der Commerzbank, die noch aus der Finanzkrise stammt, auf den Prüfstand kommen. In dem Bericht hieß es weiter, in Kreisen werde über eine gemeinsame Zukunft mit der DZ Bank spekuliert. Eine Sprecherin der Genossenschaftsbank wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren.

Positiver Analystenkommentar

Nachdem der Großteil der Analysten seine Einschätzung zur Commerzbank auch nach den überraschend guten Zahlen vor einer Woche nicht wesentlich änderte, lässt die neuste Analyse von Izabel Dobreva aufhorchen. Die Expertin von Morgan Stanley hat ihr Kursziel von 7,60 auf 8,90 Euro erhöht und stuft die Aktie auf „Overweight“ hoch. „Das Glück ist mit den Tüchtigen“, überschreibt sie ihre am Donnerstag vorliegende Studie. Sie lobt den massiven Konzernumbau. Die Markterwartungen hinkten den besseren Ertragsaussichten noch hinterher

Commerzbank (WKN: CBK100)

Lange gab es keine Spekulationen mehr über die Zukunft der Commerzbank, denn der Vorstand setzte alles daran, die Sanierung anzustoßen. Scheitert diese am Ende doch oder gibt es andere strategische Überlegungen, kommt eine Fusion oder Übernahme wieder auf die Agenda. Gerade mit einer neuen Bundesregierung ergeben sich neue Optionen. Für Anleger kann das nur positiv sein.


Investierte bleiben dabei und geben kein Stück aus der Hand. Mutige können noch einsteigen, denn auch operativ sollte es 2022 aufwärtsgehen. Die Rally steht heute vor einer Fortsetzung.

Mit Material von dpa-AFX.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR

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