07.01.2015 Andreas Deutsch

Commerzbank, Deutsche Bank und Co: Kurse unter Druck, Anleger im Stress - was sagen die Analysten?

-%
DAX
Trendthema

Es sollte das Jahr der Banken werden, doch 2015 beginnt für die Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank da, wo 2014 endete: mit Verlusten. Als ein Grund wird im Markt die Sorgen vor dem Grexit genannt. Aber sind die Sorgen berechtigt? Und wie geht es weiter mit den Kursen?

Sie sind es nicht, meinen die Analysten von JPMorgan. „Das Exposure der europäischen Banken in Griechenland ist nicht besonders groß. Am höchsten ist Credit Agricole engagiert. Die Bank hält derzeit griechische Staatsanleihen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro.“ Das Griechenland-Exposure der Deutschen Bank beläuft sich auf 200 Millionen Euro, das der Commerzbank 300 Millionen Euro. Insgesamt sind die europäischen Banken laut JPMorgan mit rund fünf Milliarden Euro in Griechenland investiert.

Warten auf QE

Neben JPMorgan halten auch die Experten von Natixis die Sorgen um eine hohe Belastung der Banken wegen eines Grexits für übertrieben. Für positive Impulse könnte das QE-Programm der EZB sorgen, das möglicherweise in den kommenden Wochen beginnt. Zu den Top-Picks aus der Branche zählt die Deutsche-Bank-Aktie. Die Aktie sei ein Kauf.

Aktien haben Potenzial

Im Schnitt sehen die Analysten ein Kursziel von 30,43 Euro, was einem Kurspotenzial von 26,6 Prozent entspricht. 20 Experten sagen „Kaufen“, 17 „Halten“, nur acht Analysten raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel der Commerzbank-Aktie beläuft sich auf 12,61 Euro. Hier ist DER AKTIONÄR optimistischer. Einen positiven Gesamtmarkt vorausgesetzt, hat das Papier Luft bis 14 Euro. Der faire Wert der Deutschen Bank liegt bei 33 Euro. Die Stopps sollten bei 9,80 beziehungsweise 21,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4