In der Chipbranche hellt sich die Stimmung wieder auf, nachdem Anfang der Woche noch die Sorge aufgekommen war, der KI-Ausbau könne überhandnehmen und Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Kaufempfehlungen sorgen für zusätzlichen Rückenwind. Ein anderes Bild zeigt sich bei der Telekom-Aktie. Eine Bestandsaufnahme.
Rückenwind für die Technologiewerte kommt von den internationalen Börsen: In Asien nahmen die Kurse die Vortagesrally an der Nasdaq auf, wobei an der Wall Street am Freitag mit weiteren Kursgewinnen gerechnet wird. Am Markt wurde dies unter anderem mit optimistischen Aussagen des Nvidia-Chefs Jensen Huang zum Chipabsatz im kommenden Jahr begründet. Einen Nvidia-Komplett-Check gibt es hier.
Besonders deutlich legen die Siltronic-Papiere zu. Sie profitieren davon, dass die Schweizer Großbank UBS ihnen mit einem Kursziel von 120 Euro noch viel Potenzial zutraut, obwohl die Aktie in diesem Jahr bereits um mehr als die Hälfte zugelegt hat. Analyst Harry Blaiklock geht beim Waferhersteller von höheren Durchschnittspreisen aus. Der Markt werde bei starkem Wachstum knapper. Eine detaillierte Einschätzung gibt es hier.
Infineon: Aktie nimmt Fahrt auf
Eine Empfehlung der Investmentbank Oddo BHF hat die am Vortag noch schwachen Infineon-Aktien wieder in Gang gebracht. Die „Outperform“-Einschätzung begründete Analyst Stéphane Houri mit der jüngsten Kurskorrektur, durch die die Bewertung wieder attraktiver geworden sei. Im Juni hatten die Infineon-Aktien mit knapp 89 Euro ihren höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht, seither aber bis zu 40 Prozent an Wert verloren. Hervorragende Aussichten für 2027 seien jedoch kaum zu ignorieren, schrieb der Experte nach einer Roadshow in Paris. Weitere Details und Kursziele gibt es hier.
Deutsche Telekom: Muss man sich Sorgen machen?
Die Aktie der Deutschen Telekom und der gesamte europäische Telekommunikationssektor geben heute kräftig nach. Noch am Vortag war der Branchenindex kräftig gestiegen und hatte das höchste Niveau seit Ende Juni erreicht. Doch die Euphorie währte nur kurz, denn eine deutliche Analystenabstufung der Orange-Aktie schickte die gesamte Branche auf Talfahrt. Weitere Informationen gibt es hier.
Öl und Wahlen im Fokus
Der DAX gibt dagegen zur Stunde nach. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten und der Unsicherheit über die Öl- und Gasversorgung bleiben die Anleger vorsichtig, auch wenn der Ölpreis über Nacht nochmals etwas nachgegeben hat. Ansonsten werfen die anstehenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ihre Schatten voraus. Mehr dazu dann am Montag an dieser Stelle.
Diese 5 Aktien verzaubern Ihr Depot
Sherlock Holmes wusste: Hinsehen allein reicht nicht. Man muss beobachten. Und genau das trennt an der Börse Mitläufer von den Gewinnern. Alle sehen dieselben Kurse, Bilanzen und Nachrichten – doch nur wenige erkennen rechtzeitig, was wirklich dahintersteckt.
In der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR spricht Jack D. Schwager im großen Interview über die nächste Generation dieser Ausnahmebeobachter. Für sein neues Buch „Magier der Märkte: Die nächste Generation“ hat der studierte Ökonom und frühere Fondsmanager junge Trader analysiert, die mit Disziplin, Erfahrung und einem außergewöhnlichen Gespür für Chancen Erstaunliches erreicht haben. Kristjan Kullamägi etwa machte aus 5.000 Dollar mehr als 100 Millionen. Was steckt hinter solchen Erfolgen – und was können Anleger daraus für ihre eigenen Entscheidungen lernen?
Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom, Nvidia.
Heute, 12:21
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