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Bundesweiter Warntag: Diese Aktien sorgen für den Alarm

Bundesweiter Warntag: Diese Aktien sorgen für den Alarm
Foto: Ignatiev/iStock
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Jan-Paul Fóri Heute, 13:15 Jan-Paul Fóri
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Handys schrillen, Sirenen heulen und digitale Anzeigetafeln zeigen Warnhinweise: Am heutigen Donnerstag, 10. September, testet Deutschland wieder seine Warninfrastruktur. Um 11 Uhr löste das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine bundesweite Probewarnung aus. Um 11:45 Uhr folgte die Entwarnung. Doch wie ist das möglich?

  • Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica stellen ihre Mobilfunknetze für Cell Broadcast bereit.
  • Ströer bringt Warnungen auf Tausende digitale Stadtinformationsanlagen.
  • Bei Sirenen und Warn-Apps sind ebenfalls Unternehmen beteiligt – die meisten davon sind allerdings nicht börsennotiert.

Der wichtigste digitale Warnkanal ist inzwischen Cell Broadcast. Anders als bei einer SMS muss sich niemand für den Dienst registrieren oder eine App installieren. Die Behörden wählen ein Gebiet aus, die Mobilfunknetzbetreiber senden die Warnung anschließend über die dortigen Funkzellen an geeignete Geräte. Das funktioniert anonym und kann sehr viele Menschen gleichzeitig erreichen.

Davon profitieren im Warntag-Mix gleich mehrere börsennotierte Telekommunikationskonzerne. Die Deutsche Telekom betreibt Cell Broadcast seit 2023 im eigenen Mobilfunknetz. Auch Telefónica Deutschland stellt sein Netz für den Warnkanal zur Verfügung. Über das O2-Netz konnten Behörden bereits bei früheren Warntagen Millionen Menschen erreichen.

Auch Vodafone ist direkt beteiligt. Nach Angaben des Konzerns sind inzwischen 28.000 Mobilfunk-Stationen für Cell Broadcast im Vodafone-Netz betriebsbereit. Beim diesjährigen Warntag sollen nach Vodafone-Berechnungen rund 65 Millionen Handys und Smartphones gleichzeitig erreicht worden sein. Erstmals wurde dabei auch die Entwarnung bundesweit über Cell Broadcast verschickt.

Auch 1&1 ist als deutscher Mobilfunknetzbetreiber Teil der Infrastruktur. Der Konzern baut sein eigenes Netz weiter aus und ergänzt damit die etablierten Netze von Telekom, Vodafone und Telefónica. Der Warntag ist damit auch ein Test für die Resilienz der deutschen Mobilfunkinfrastruktur.

Ströer: Warnungen auf der Straße

Nicht jede Warnung kommt aus der Hosentasche. Ein weiterer Baustein sind digitale Anzeigetafeln im öffentlichen Raum. Hier kommt Ströer ins Spiel.

Die digitalen Stadtinformationsanlagen des Konzerns sind bereits seit 2018 an das satellitengestützte MoWaS angeschlossen. Inzwischen können nach Unternehmensangaben mehr als 6.000 Screens in Deutschland Warnmeldungen ausspielen. Sie stehen unter anderem an Verkehrsknotenpunkten und in Innenstädten.

Ströer (WKN: 749399)

Damit ist Ströer eine der unmittelbarsten börsennotierten Aktien rund um den Warntag. Das Geschäft ist allerdings deutlich größer als Katastrophenschutz: Der MDAX-Konzern verdient sein Geld vor allem mit Außenwerbung und digitalen Werbeflächen. Die Warnfunktion ist ein zusätzlicher Bestandteil der vorhandenen Infrastruktur.

Auch die Wall GmH ist in die deutsche Warnkette eingebunden. Das Unternehmen gehört zum französischen Außenwerbekonzern JCDecaux, der an der Euronext Paris notiert ist.

Sirenen: Interessant, aber keine Börsenstory

Eine wichtige Rolle spielen weiterhin die klassischen Sirenen. Gerade in Bayern werden heute neben Cell Broadcast und Warn-Apps vielerorts auch Sirenen, Lautsprecheranlagen und digitale Stadtinformationstafeln getestet.

Technik dafür kommt unter anderem von der HÖRMANN Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit Sirenentechnik und Warnsystemen. Eine direkte Börsennotierung gibt es allerdings nicht.

Ähnlich sieht es bei den Warn-Apps aus. NINA wird vom BBK betrieben. KATWARN basiert auf Technologie des Fraunhofer-Instituts FOKUS und wird von öffentlichen Versicherern bereitgestellt. Auch hier gibt es deshalb keine klassische Warn-App-Aktie.

Der Bundesweite Warntag macht damit sichtbar, wie viele unterschiedliche Systeme inzwischen ineinandergreifen. Für Anleger ist vor allem der Ausbau der kritischen Infrastruktur interessant. Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Ströer sind dabei die spannendsten Namen. Der Warntag selbst sorgt bei den beteiligten Unternehmen kaum für einen spürbaren Umsatzschub. Er zeigt aber, welche Konzerne hinter der Infrastruktur stehen, die im Ernstfall funktionieren muss. Auf der Kaufliste des AKTIONÄR steht aktuell die Vodafone-Aktie. Stroer ist derweil teil des Real-Depots von Nebenwerte-Experte Michael Schröder. Dieses hat seit Auflage um 277 Prozent zugelegt. Weitere Infos zum Real-Depot finden Sie hier.

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Quelle: Börsenmedien AG

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom.

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