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02.05.2019 Nikolas Kessler

Chart-Check Commerzbank: Dieser Ausbruch wäre eine Sensation

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Commerzbank

Genau vor einer Woche haben die Vorstände von Commerzbank und Deutsche Bank ihre Gespräche über eine mögliche Fusion abgebrochen. Dem Aufwärtstrend der CoBa-Aktie hat das bisher aber nicht nachhaltig geschadet. Der Kurs ist inzwischen an einem Schlüsselwiderstand angelangt. Gelingt jetzt der Ausbruch?

Seit Jahresbeginn hat die Commerzbank-Aktie bereits 41 Prozent zugelegt, im Hoch waren es sogar knapp 50 Prozent. Mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend sowie dem Sprung über den horizontalen Widerstand bei 7,00 Euro und die 200-Tage-Linie (aktuell bei 7,70 Euro) wurden dabei mehrere charttechnische Kaufsignale erzeugt. Zudem hat der Kurs Mitte April bei 8,25 Euro ein neues Jahreshoch markiert.

Dieses Niveau konnte die Aktie zunächst aber nicht halten. Nach dem ergebnislosen Abbruch der Fusionsgespräche (DER AKTIONÄR berichtete) ging es letzte Woche kurzfristig bis auf 7,51 Euro bergab. Inzwischen notiert die Aktie aber wieder oberhalb der wichtigen 8-Euro-Marke. Vor dem Kursrutsch Ende 2018 hatte diese verlässlich Unterstützung geliefert und stellt nun die untere Begrenzung einer horizontalen Widerstandszone da.

Das obere Ende dieser Zone markiert der Widerstand bei 8,65 Euro. Dieser hatte sich bereits bei der Gegenbewegung im ersten Halbjahr 2016 als harte Nuss erwiesen und gilt auch jetzt als nächste große Hürde auf dem Weg nach oben. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch, würden die Chancen auf eine Rückkehr zu zweistelligen Kursen aus technischer Sicht massiv steigen.

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Aktie dreht ins Plus – dabeibleiben!

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist die Commerzbank-Aktie am Donnerstagvormittag deutlich ins Plus geklettert und zählt nun zu den Top-Gewinnern im MDAX. Anleger, die der Trading-Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, lassen die Gewinne laufen und setzen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Das nächste Kursziel lautet 10,00 Euro.

Fusion geplatzt – und jetzt?

Mehr zur Commerzbank-Aktie und den geplatzten Fusionsgesprächen lesen Sie auch im neuen AKTIONÄR (Ausgabe 19/2019) – hier geht’s zum E-Paper.

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