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03.09.2021 Fabian Strebin

BNP Paribas steht vor Meilenstein: Satte Rendite und Unterbewertung bleiben

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BNP Paribas

China ist ein Zukunftsmarkt. Aufgrund der schieren Größe der Bevölkerung und der Stärke der Wirtschaft gilt das für viele Bereiche, so auch für Finanzdienstleistungen. Erst kürzlich hat die Kommunistische Partei Joint Ventures unter ausländischer Mehrheitsbeteiligung ermöglicht. Im Finanzsektor steigen deshalb auch europäische Konzerne in China ein. Die BNP Paribas könnte kurz vor diesem Schritt stehen.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters befindet sich die BNP in Gesprächen mit der Agricultural Bank of China (AgBank), um ein Vermögensverwaltungsunternehmen zu gründen, so Quellen. Denn die französische Finanzdienstleistungsgruppe strebe einen größeren Anteil an Chinas 19 Billionen Dollar großem Vermögensverwaltungsmarkt an. Der Investment Management Arm von BNP Paribas wolle eine Mehrheitsbeteiligung an dem geplanten Venture mit der Vermögensverwaltungstochter der AgBank halten, sagten zwei Quellen mit direkter Kenntnis der Gespräche, ohne finanzielle Details zu nennen.

Rennen geht los

Beide Banken lehnten eine Stellungnahme ab, aber es wäre folgerichtig, dass BNP Paribas diesen Schritt geht. Denn die Wachstumsraten des chinesischen Marktes sind enorm und liegen über denen der gesättigten Finanzzentren im Westen. Der französische Vermögensverwalter Amundi, die Nummer 1 in Europa, ist ebenfalls schon vor Ort. Kürzlich wurde mit der Bank of China ein Joint Venture gegründet.

Top-Empfehlung der UBS

Insgesamt bleiben die BNP Paribas gut aufgestellt, um im aktuellen Umfeld zu performen. Davon ist auch die UBS überzeugt: Die Analysten um Jason Napier sind für den europäischen Bankensektor noch immer positiv gestimmt. Weiterhin stütze das Konjunkturumfeld, schrieben sie in einer Branchenstudie. BNP Paribas setzten sie nun auf eine Liste der am meisten bevorzugten Aktien. Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für BNP Paribas auf „Buy“ mit einem Kursziel von 57 Euro belassen.

BNP Paribas (WKN: 887771)

Die BNP Paribas ist mit einem 2022er-KGV von nur 8 im Vergleich zur Peergroup unterbewertet, aber dürfte mit einer geschätzten Dividendenrendite von mehr als acht Prozent eine der höchsten Ausschüttungen im Sektor aufweisen. Anleger können noch zugreifen und setzen einen Stopp bei 38,50 Euro.