BMW hat am Dienstag in Spartanburg (USA) die neue Generation seines Flaggschiff-SUVs X5 vorgestellt. Das Modell wird in allen Antriebsvarianten erhältlich sein – als vollelektrisches Fahrzeug, Plug-in-Hybrid und als Verbrenner. Darüber hinaus soll ab 2028 sogar eine Brennstoffzellen-Version gebaut werden. Die Aktie goutiert den Rollout mit Kursgewinnen.
Die Produktion des X5 soll im August 2026 starten, die ersten Auslieferungen an Kunden werden gegen Jahresende erwartet. Die vollelektrische Variante soll neue Maßstäbe für die gesamte Branche setzen: Design, Infotainment und der Fahrassistenz-Stack (ADAS) ähneln dem ersten Modell der Neuen Klasse, dem iX3. Der X5 verfügt zusätzlich sogar über einen Beifahrerbildschirm.
Der Einstiegspreis liegt bei 95.750 Euro. Die Preise für die vollelektrischen Versionen dürften sich am Niveau der leistungsstärkeren Verbrenner-Varianten orientieren.
Wichtig: Der X5 zählt zu den wichtigsten Gewinnquellen von BMW. Es ist das erste Fahrzeug der Neuen Klasse, das in sämtlichen Antriebsvarianten angeboten wird.
„Aus unserer Sicht wirken die technischen Daten im Vergleich zu allen nicht-chinesischen Herstellern führend. Einige chinesische Modelle bieten zwar ein etwas schnelleres Laden – sofern die Ladeinfrastruktur dies unterstützt –, doch bei Reichweite und Effizienz behält der BMW die Oberhand. Allerdings sind vergleichbar große chinesische Elektro-SUVs deutlich günstiger, und wir gehen davon aus, dass auch der in China lokalisierte X5 zu spürbar niedrigeren Preisen angeboten wird, die bislang noch nicht feststehen“, so die Analysten der UBS in einem ersten Kommentar.
JPMorgan-Analyst Jose Asumendi nahm die Fertigung des X5 zum Anlass, um auf die Humanoid-Strategie von BMW, insbesondere im US-Werk Spartanburg, wo humanoide Roboter in verschiedenen Phasen des Fertigungsprozesses zum Einsatz kommen, hinzuweisen. Er bestätigte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 82 Euro.
Gemeinsam mit dem iX3 und dem 3er wird der X5 zu einem Schlüsselmodell, um den Technologie-Stack der Neuen Klasse in die Breite zu bringen. Das soll erhebliche Einsparungen mit sich bringen. Durch die letzten Gewinnwarnungen hat BMW allerdings viel Vertrauen bei den Investoren verspielt. Diese muss das Management wieder zurück gewinnen. Die Aktie könnte nach dem starken Einbruch in der Range zwischen 54,50 Euro und 57,50 Euro einen Boden finden.
Heute, 15:35