Die Aktie von BMW konnte am letzten Tag der Handelswoche noch einmal etwas Boden gut machen. Nach Handelsschluss gab es allerdings eine eher negative Meldung vom Münchner Autohersteller. Denn das Unternehmen muss nun erneut weltweit Hunderttausende Fahrzeuge wegen möglicher Brandgefahr zurückrufen.
Das geht aus einem in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) veröffentlichten Rückruf hervor, den der Autobauer aus München bestätigt. Betroffen seien die Modelle i5, 7er, M5, 5er und i7 aus dem Produktionszeitraum vom 9. Juni 2022 bis 5. Dezember 2025.
Weltweit sind 337.374 Fahrzeuge potenziell betroffen, deutschlandweit sind es 29.441 Fahrzeuge, wie das KBA mitteilte. Demnach könne die mangelhafte Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes "beim Ersatz des Mikrofilters zu Beschädigungen an Kabeln und damit zu einem Kurzschluss mit Rauchentwicklung und Brandfolge führen". Als Maßnahme werde die Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes geprüft und gegebenenfalls nachgebessert.
"Im Zusammenhang mit diesem Fehlerbild ist kein Unfall bekannt", teilte ein BMW-Sprecher mit. Sollte das Fahrzeug bereits einen Ölservice und somit einen Mikrofilterwechsel erhalten haben, sei eine umgehende Prüfung und eine eventuelle Nacharbeit der Kabel notwendig. Sollte noch kein Ölservice und somit kein Mikrofilterwechsel durchgeführt worden sein, bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf, eine Nacharbeit beim ersten Ölservice sei ausreichend, sagte der Sprecher.
Schon im vergangenen Herbst hatte BMW Hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es auch hier durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte.
Der Rückruf ist natürlich ärgerlich und verursacht unnötige Kosten, ist aber letztlich kein Beinbruch. Es bleibt dabei: Viele Experten sehen BMW gerade mit den neuen Modellen auf Augenhöhe mit der starken Konkurrenz aus China. Sind im wichtigsten Absatzmarkt der Welt erste Anzeichen für eine Erholung sichtbar, wird die Aktie wieder Schwung nach oben bekommen. Wer investiert ist, bleibt dabei.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 19:36