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31.03.2021 Marion Schlegel

BioNTech „führt die Revolution der mRNA-Medikamente an“

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BioNTech

Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech hat am Dienstag die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt und in diesem Rahmen die Prognose für die Impfstoff-Lieferungen im laufenden Jahr erhöht. Beides kam bei den Anlegern gut an. Die Aktie konnte kräftig anziehen. Auch am heutigen Mittwoch geht es weiter aufwärts bei dem Papier.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Die große Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer beginnt sich nun auch positiv auf die Geschäftszahlen des Mainzer Unternehmens auszuwirken. So stieg der Umsatz in dem Ende Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 482,3 Millionen Euro nach 108,6 Millionen im Jahr davor. Darin enthalten sind Erlöse in Höhe von 270,5 Millionen Euro durch den Covid-19-Impfstoff. Der Nettogewinn stieg auf 15,2 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettoverlust von 179,2 Millionen im Jahr 2019.

Besonders auffällig ist die Entwicklung im vierten Quartal: In diesem Zeitraum, in dem der Impfstoff in den USA, in Großbritannien und der EU zugelassen wurde, lag der Nettogewinn bei 366,9 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettoverlust von 58,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Doch die wirklichen Auswirkungen auf das Geschäft werden erst jetzt und nicht beim Blick in die Vergangenheit klar. Finanzvorstand Sierk Poetting sagte am Dienstag auf einer Analystenkonferenz, BioNTech gehe für dieses Jahr allein auf der Basis der bislang unterzeichneten Lieferverträge von 9,8 Milliarden Euro Umsatz aus. Dem stehen allerdings auch gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung und die Stand Ende Dezember auf 1.900 gestiegene Zahl von Mitarbeitern gegenüber.

Das Geld, das nun in die Kasse gespült wird, will BioNTech ins laufende Geschäft und vor allem in die Forschung stecken. "Wir sehen eine enorme Chance darin, Einnahmen aus unserem Covid-19-Impfstoff in die Forschung zu reinvestieren", sagte Vorstandschef und Unternehmensmitgründer Ugur Sahin. BioNTech treibe die Entwicklung seiner Ansätze für "Immuntherapien der nächsten Generation" weiter voran. Dabei geht es um Krebstherapien, Infektionskrankheiten, regenerative Therapien, Entzündungsreaktionen sowie Autoimmunerkrankungen samt Allergien.

Die Privatbank Berenberg hat derweil das Kursziel für BioNTech von 126 auf 130 Dollar angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Zahlen für das vierte Quartal seien beeindruckend gewesen, schrieb Analyst Zhiqiang Shu in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Basierend auf den Prognosen von BioNTech für den Umsatz mit dem Covid-19-Impfstoff, habe er sein Kursziel erhöht. Das Unternehmen führe die Revolution der mRNA-Medikamente an.

Auch DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung zur BioNTech-Aktie. Zuletzt ist der Aktie auch der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend gelungen. Gewinne weiter laufen lassen!

(Mit Material von dpa-AFX)

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