Angesichts der Zuspitzung der geopolitischen Konflikte weltweit sind Rüstungsaktien seit Anfang 2026 bei den Anlegern wieder sehr begehrt. Europa will autark werden und die Drohungen von US-Präsident Donald Trump Grönland zu annektieren verschärfen das Bewusstsein dafür. Bernstein nennt nun vier Aktien, auf die Anleger jetzt setzen sollten.
Laut den Bernstein-Analysten Adrien Rabier und Douglas Harned entfallen noch immer rund 60 Prozent der europäischen Militärausgaben auf die US-Rüstungskonzerne. Wegen der Bedenken hinsichtlich der künftigen Beziehungen der USA zur NATO dürften diese Länder aber mehr auf kontinentale Zulieferer setzen. Wer auf diesen „Souveränitäts-Trade“ setzen will, sollte den Experten zufolge auf BAE Systems, Dassault Aviation, Rheinmetall und Thales setzen.
Frankreich sei das „souveränste“ Land Europas in Rüstungsfragen und die weltweit zweitgrößte Waffenexporteur hinter den USA. Deutschland, das Vereinigte Königreich oder auch die nordischen Länder seien dagegen deutlich abhängiger von den US-Anbietern. Dänemark etwa hat – auch angesichts des Grönland-Konflikts – in den vergangenen drei Jahren den Anteil der Rüstungsausgaben am BIP von 1,4 auf 3,2 Prozent gesteigert.
Nach wie vor werden aber viele Drohnen, Flugzeuge und Raketen aus den USA gekauft. Zuletzt sei hier aber ein Trend in Richtung Europa zu beobachten gewesen. Gepanzerte Fahrzeuge von BAE und Rheinmetall oder Luftabwehrsysteme von Rheinmetall, Kongsberg und Thales seien bestellt worden. Andere Länder dürften diesem Vorbild folgen. Große europäische Länder könnten im Gegenzug für Aufträge auch politische und militärische Unterstützung anbieten – ähnlich wie es die USA getan haben.
Zwei Arten von Konzernen seien besonders attraktiv: Zum einen europäische Unternehmen mit eigenen Kapazitäten und starker staatlicher Unterstützung und zum anderen lokale Unternehmen in Ländern mit starker US-Beteiligung.
Europa muss weiter aufrüsten und die Rüstungsbranche darf über Jahre massive Auftragseingänge erwarten. Der Favorit des AKTIONÄR in der Branche bleibt Rheinmetall. Auch BAE ist eine laufende Empfehlung. Wer breit gestreut auf weiter steigende Kurse und den „Souveränitäts-Trade“ setzen will, greift zum European Defence Index. Dieser bietet 20 spannende Aktien in einem Produkt. Wie man darin investieren kann, erfahren Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
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