Bayern will digital unabhängiger werden – doch bei der Polizei bleibt vorerst alles beim Alten. Der Freistaat plant, den Vertrag mit dem umstrittenen US-Datenanalysekonzern Palantir um ein Jahr zu verlängern.
Zum Einsatz kommt die Analyseplattform VeRA, mit der die bayerische Polizei große Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen auswerten kann. Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums ist eine Vertragsverlängerung derzeit notwendig, weil es noch keine geeignete deutsche oder europäische Alternative gibt.
„Wir verfolgen auch weiterhin das Ziel, langfristig unabhängiger und digital souveräner zu werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Bayern beobachte deshalb die Marktentwicklung und unterstütze Bestrebungen auf Bundes- und Länderebene, europäische Lösungen zu entwickeln.
Palantir bleibt vorerst gesetzt
Auf die Analysefähigkeiten von VeRA will der Freistaat allerdings nicht verzichten. „Bis eine solche Alternative verfügbar ist, können wir allerdings nicht auf die wertvollen Analysefähigkeiten verzichten, die uns durch VeRA zur Verfügung stehen“, so der Sprecher.
Der ursprüngliche Vertrag mit Palantir läuft im April 2027 aus. Bayern kann ihn jedoch bis zu viermal um jeweils ein Jahr verlängern. Die erste Verlängerung soll nun genutzt werden. Ob anschließend weitere Verlängerungen notwendig werden, ist bislang offen.
Für Palantir ist die Nachricht positiv. Der US-Konzern behält damit zunächst einen wichtigen Kunden im deutschen Polizeiumfeld. Gleichzeitig zeigt die Entscheidung, wie schwierig der politische Wunsch nach digitaler Souveränität in der Praxis umzusetzen ist. Aktuell ist die Aktie jedoch keine laufende AKTIONÄR-Empfehlung. Welche US-Aktien jetzt mit Relativer Stärke überzeugen, erfahren Sie im Börsenbrief TSI USA.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies.
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