12.04.2019 Michel Doepke

Bayer: Prozess plötzlich abgesagt – so geht es weiter

-%
Bayer

Über 11.200 Glyphosat-Klagen per Ende Januar 2019, zwei verlorene Prozesse: Der Druck auf das Bayer-Management in den USA wächst. Derweil hat laut der Nachrichtenagentur Bloomberg der zuständige Richter in San Francisco, Vince Chhabria, einen für Mai geplanten Prozess abgeblasen. Offenbar möchte das Gericht etwas Ordnung in die Verfahren bringen.

Demnach sollen die beiden Parteien einen Vermittler vorschlagen. "Wenn sie nicht in der Lage sind stimmen sie zu, dass das Gericht jemand benennen wird", schrieb Chhabria laut Bloomberg. Offenbar sollen damit die bevorstehenden Prozesse besser strukturiert und Ressourcen besser eingesetzt werden.

Französischer Bauer setzt sich durch

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag berichtete, hat sich der Landwirt Paul François vor dem Berufungsgericht in Lyon gegen Monsanto (inzwischen zu Bayer gehörend) durchgesetzt. Der Kläger soll laut AFP 2004 beim Gebrauch des - inzwischen verbotenen – Unkrautvernichtungsmittels "Lasso" eine Vergiftung erlitten haben. Der Rechtsstreit ging durch mehrere Instanzen und zieht sich seit Jahren hin. Das Lyoner Gericht habe nicht entschieden über eine mögliche Entschädigung für den Landwirt. Darum gehe es in einem separaten Verfahren. Monsanto solle aber 50.000 Euro für den Anwalt des Klägers zahlen.

Die Auswirkungen von diesem Prozess auf den Bayer-Konzern sollten sich in Grenzen halten. Viel wichtiger ist derzeit das Geschehen in den USA. Bayer muss sich dringend etwas einfallen lassen, um die Risiken die aus den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten resultieren, einzudämmen beziehungsweise zu entschärfen. Denn darunter leidet vor allem der Aktienkurs und das Vertrauen der Investoren.

Bei Bayer überwiegen nach wie vor die Risiken, Anleger beobachten die weitere Entwicklung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten von der Seitenlinie aus.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Management by Internet

Die digitale Transformation ist in vollem Gange: Das Internet hat unser Leben verändert und auch Unternehmen müssen auf diesen Wandel reagieren. Management by Internet – das bedeutet, neue Werte wie Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität, die für „Digital Natives“ schon längst Alltag sind, auch in der Unternehmenskultur zu verwirklichen. Nur dann gelingt es, talentierte Nachwuchskräfte an sich zu binden, Mitarbeiter immer wieder aufs Neue zu motivieren und innovativ zu bleiben. Wie man diese neuen Führungsmodelle umsetzt und zugleich alte Unternehmensstrukturen gekonnt mit der neuen Wertewelt vereint, zeigt der Experte für Digital Leadership Dr. Willms Buhse unter anderem anhand von Unternehmen wie Bosch und Bayer sowie zahlreichen weiteren Beispielen aus der Praxis. Erfahren Sie, wie Unternehmen wie Bosch, Bayer, der SWR und viele andere den Wandel angehen und meistern. Lernen Sie, mithilfe welcher Methoden und Instrumente Sie den Wandel einleiten und unterstützen können: Innovative Fehlerkultur mit Rapid Recovery, Strategie-Entwicklung mit BarCamps und OpenSpaces, agile Umsetzung in FedExDays, Stand-ups statt Routinemeetings. Nutzen Sie den Selbsttest „Leadership Assessment“, um zu erkennen, ob die digitale Transformation für Sie noch Neuland ist oder ob Sie schon ein echter Digital Leader sind!

Autoren: Buhse, Willms
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 10.06.2014
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-172-6