Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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14.03.2019 Michel Doepke

Bayer: Nicht schon wieder...

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Bayer

Bei Bayer steht die Entscheidung im Fall Ed Hardeman weiter aus. Die Geschworenen haben immer noch nicht entschieden, ob Glyphosat für die Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung des Klägers verantwortlich gemacht wird. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters im Bezug auf das zuständige Gericht in San Francisco. Am Freitag werde die Jury die Beratungen fortsetzen.

Richtungsweisender Fall

Damit verschiebt sich in dieser Woche zum zweiten Mal die Entscheidung. Für Bayer, die sich durch die Übernahme von Monsanto auch das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat einverleibt haben, ist die Klage von enormer Bedeutung. Denn der Fall Ed Hardeman ist richtungsweisend für weitere anhängigen Klagen im Zusammenhang mit Glyphosat.

Im Rahmen der Zahlenvorlage für das Geschäftsjahr 2018 hat Bayer auch eine neue Anzahl an Glyphosat-Klagen publiziert. Am 28. Januar zählten die Leverkusener insgesamt 11.200 Klagen wegen potenzieller Gesundheitsgefahren durch den Unkrautvernichter.

Nicht nur Glyphosat ein Thema

Wie die taz vor Kurzem berichtete, kämpfe der Konzern auch mit einer Klage wegen der hochgiftigen Chemikalie PCB (polychloriertes Biphenyl). Die US-Stadt Baltimore verklagte das Tochterunternehmen Monsanto, weil die wahrscheinlich krebsauslösende Substanz ihre Gewässer belaste, heißt es. Gegenüber DER AKTIONÄR erklärte Bayer: „Monsanto hat die Produktion von PCB vor mehr als 40 Jahren eingestellt. Wir prüfen derzeit die Klage der Stadt Baltimore, sind aber davon überzeugt, dass die Vorwürfe unbegründet sind und werden uns in diesem Verfahren entschieden verteidigen."

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Hohe Nervosität

Nach den Zahlen und dem Dividendenvorschlag kletterte die Bayer-Aktie zwischenzeitlich über die Marke von 70,00 Euro, das Chartbild hatte sich damit wieder deutlich aufgehellt. Doch die Anleger sind weiterhin nervös, mittlerweile notieren die DAX-Papiere wieder darunter. im Zuge dessen wurde abermals die 38-Tage-Linie bei 68,09 Euro nach unten durchbrochen. Jetzt gilt es, die 90-Tage-Linie bei 66,07 Euro zu verteidigen. Interessierte Anleger warten vorerst weitere Details aus den USA ab.

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