In einem anhaltend mauen Marktumfeld dürfte auch die Aktie des Ludwigshafener Chemieriesen BASF etwas schwächer in den heutigen Handelstag starten. Nach Ansicht der Experten der US-Großbank werden sich die DAX-Titel ohnehin in den kommenden Wochen und Monaten eher schwach entwickeln.
So bleibt JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi bei BASF pessimistisch und bestätigt das Votum „Underweight“. Er begründet dies mit der schwierigen Lage der europäischen Chemieindustrie. Die Branche kämpfe mit hohen Produktionskosten am Standort Europa, einer verhaltenen Nachfrage und wachsendem Importdruck. Zugleich deuteten politische Maßnahmen auf einen stärker abgeschotteten beziehungsweise protektionistischeren Kurs zugunsten heimischer Chemieunternehmen hin.
Bei der Auswahl einzelner Aktien bevorzugt Udeshi Unternehmen, die stärker auf regionale Märkte ausgerichtet sind und eine vergleichsweise geringe Präsenz in China haben. Dazu zählt er insbesondere Lanxess. International aufgestellte Konzerne wie BASF sieht er dagegen im Nachteil, weil sie umfangreiche Produktionskapazitäten und große Absatzmärkte in China sowie weiteren Regionen haben. Sollte der Zugang zum europäischen Markt schwieriger werden, könnten diese Unternehmen mit überschüssigen Kapazitäten und zusätzlichem Preisdruck in anderen Absatzregionen konfrontiert werden.
Neben Udeshi empfehlen auch fünf weitere Analysten den Verkauf der BASF-Aktien. Ihnen stehen allerdings auch zehn Experten gegenüber, welche weiterhin zum Kauf der Dividendentitel raten. Neun Analysten stufen die Papiere mit "Neutral" beziehungsweise "Halten" ein.
DER AKTIONÄR ist für die Anteilscheine des Chemieriesen nach wie vor zuversichtlich gestimmt. Der DAX-Titel präsentiert sich indes weiter in starker Verfassung. Kurzfristig hilft der Engpass in der Chemiebranche angesichts der Blockade der Straße von Hormus. Doch auch die mittel- bis langfristigen Perspektiven für den DAX-Konzern sind relativ gut. Daher ist die Aktie kein Verkauf, sondern für Mutige attraktiv. Der Stoppkurs sollte weiterhin bei 39,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
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