Aktuell richten sich die Blicke bei BASF natürlich weiterhin auf die anvisierte Übernahme des kleineren Konkurrenten Evonik. Doch auch die Meldung, die heute über die Nachrichtenticker gelaufen ist, hat Aufmerksamkeit verdient. Schließlich läuft es konjunkturell in Deutschland vermutlich bald wieder besser, was dem zyklischen Chemiekonzern helfen dürfte.
So erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für Deutschland 2026 ein Wachstum von 1,3 Prozent statt der im Juli prognostizierten 0,7 Prozent. Für 2027 hebt er die Vorhersage um 0,1 Punkte auf 1,1 Prozent an. Die Bundesregierung hatte dieselben Werte genannt und verweist auf die Widerstandskraft der Wirtschaft.
Ein Grund waren die hohen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. Hersteller energieintensiver Güter wie Stahl, Dünger und Aluminium profitierten von Lieferengpässen: Wegen des Konflikts in der Golfregion stockten Käufer ihre Lager. Auch deutsche Zulieferer profitieren vom KI-Boom.
Für die Eurozone rechnet der IWF 2026 mit 1,1 Prozent Wachstum, 0,2 Punkte mehr als im Juli. 2027 soll das Plus 1,2 Prozent betragen. Nach einer Stagnation im ersten Quartal legte die Wirtschaft im zweiten zu. Ausschlaggebend waren Irlands kräftige Erholung und das anhaltende Wachstum Spaniens. Anderswo sei die Aktivität "weitgehend stabil" geblieben; hohe Energiepreise und schwaches Verbrauchervertrauen bremsten jedoch.
Der Krieg der USA und Israels gegen Iran führte zur Blockade der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für den Energiehandel. Das knappe Angebot ließ die Preise steigen. Die Weltwirtschaft hielt dem Schock laut IWF stand, weil sie widerstandsfähiger gegen Energieschwankungen geworden sei. Mehr Ölförderung außerhalb des Persischen Golfs, strategische Reserven und eine geringere Nachfrage in China federten den Preisanstieg ab.
Weltweit prognostiziert der IWF für 2026 nun 3,1 Prozent Wachstum statt 3,0 Prozent. Für 2027 bleibt er bei 3,4 Prozent.
Es bleibt dabei: Die Anteilscheine von BASF sind weiterhin auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR (Stopp: 39,00 Euro).
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Enthält Material von dpa-AFX
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