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BASF: "Das entspricht der Realität in unserer Branche"

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Foto: BASF SE
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Thorsten Küfner Heute, 13:55 Thorsten Küfner

BASF hält weiterhin am Stammwerk in Ludwigshafen fest und investiert hohe Summen in dessen Zukunft. Vorstandschef Markus Kamieth betonte auf der Hauptversammlung die zentrale Bedeutung des Standorts und erinnerte daran, dass Ludwigshafen die Ursprungsstätte des Unternehmens sei. "Deshalb ist es so wichtig, dass uns die Veränderung hier gelingt."

Nach seinen Angaben fließen jährlich mindestens 1,5 Milliarden Euro in die Instandhaltung sowie den Ausbau von Anlagen vor Ort. Gleichzeitig kündigte er weitere Einschnitte an: In verschiedenen Bereichen sollen Strukturen verschlankt werden, wobei Dienstleistungen etwa in den Bereichen Personal, Finanzen und Digitalisierung künftig verstärkt aus Indien gesteuert werden sollen.

Grund für diese Maßnahmen ist die unzureichende Auslastung des Werks. BASF reagiert darauf mit umfassenden Sparprogrammen, die auch einen deutlichen Stellenabbau umfassen. Seit Anfang 2024 wurden am Standort Ludwigshafen rund 2.800 Arbeitsplätze gestrichen. "Für unsere Mannschaft in Ludwigshafen ist das keine einfache Zeit", erklärte Kamieth und verwies auf die hohe Geschwindigkeit der Veränderungen: "Ich weiß, dass die Schlagzahl sehr hoch ist."

Gleichzeitig stellte der Vorstand klar, dass die massiven Investitionen in den neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang nicht zulasten der deutschen Werke gehen. Eine Verlagerung von Produktion nach China schloss Kamieth aus: "Wir produzieren in China für China, nicht für den Export nach Europa". Standortschließungen in Deutschland seien vielmehr auf die Marktentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zurückzuführen.

China gewinnt für BASF dennoch weiter an Bedeutung. Der Umsatz lag dort zuletzt bei rund acht Milliarden Euro, während er in den USA fast doppelt so hoch und in Europa etwa dreimal so groß ist. Langfristig soll das Chinageschäft in eine ähnliche Größenordnung wie das US-Geschäft wachsen. "Aber auch das ist keine Abhängigkeit von einem einzelnen Markt, sondern entspricht der Realität in unserer Branche."

Im operativen Geschäft zeigte sich im ersten Quartal ein gemischtes Bild: Der Umsatz ging leicht auf 16 Milliarden Euro zurück, obwohl die Absatzmengen – insbesondere in China – gestiegen sind. Belastend wirkten niedrigere Preise sowie negative Währungseffekte. Das bereinigte EBITDA sank um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro. Laut Finanzvorstand Dirk Elvermann wäre ohne Währungseffekte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau möglich gewesen: "Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ebitda vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht".

Unter dem Strich konnte BASF den Gewinn dennoch deutlich steigern. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss legte um rund 15 Prozent auf 927 Millionen Euro zu. Ausschlaggebend war unter anderem eine Zahlung des Bundes im Zusammenhang mit früheren Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall DEA sowie der Verkauf von Anteilen an Harbour Energy.

Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden im Zuge des geplanten Verkaufs des Geschäfts mit Fahrzeug- und Reparaturlacken an den Investor Carlyle angepasst.

BASF (WKN: BASF11)

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Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

Enthält Material von dpa-AFX

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