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12.03.2020 Markus Bußler

Barrick Gold, Newmont, Kinross & Co: Erster Corona-Fall – Schließung angeordnet

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Kinross Gold

Die Minenbranche ist bislang weitestgehend von dem Corona-Virus verschont geblieben. Zwar wurde ein Besucher der weltgrößten Minenmesse in Toronto, der PDAC, nach seiner Rückkehr nach Hause positiv auf das Virus getestet. Ob er andere Teilnehmer angesteckt hat, ist aber bislang nicht klar. Jetzt aber meldet einer der großen Goldproduzenten bei seinen Beschäftigten einen positiven Corona-Test. Der Mann befindet sich ab sofort in häuslicher Quarantäne.

Kinross gab gestern bekannt, dass ein Mitarbeiter des Büros in Toronto positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das Büro wurde daraufhin geschlossen und bleibt auch bis mindestens 20. März geschlossen. Die Räume werden aktuell desinfiziert und anschließend soll beschlossen werden, ob das Büro wiedereröffnet wird oder länger geschlossen bleibt. Die Mitarbeiter arbeiten derweil von zu Hause aus. Dem Betroffenen soll es aber den Umständen entsprechend gut gehen. Er habe zudem nicht an der PDAC teilgenommen und in den vergangenen Wochen auch keine Minen besucht. Damit besteht offensichtlich keine allzu große Gefahr, dass Minen wegen dieses Mitarbeiters betroffen sein könnten.

Kinross Gold (WKN: A0DM94)

Ganz generell aber ist die Gefahr natürlich latent vorhanden, dass auch auf einer der Minen Corona ausbricht und die Arbeiten unterbrochen werden müssen. Auf Minen arbeiten auch Subunternehmer, deshalb ist eine absolute Kontrolle illusorisch. Dieses latente Risiko spiegelt sich sicher auch in den Kursen der Goldminenaktien wider, die sich gemeinsam mit den Standardaktien seit Tagen im freien Fall befinden. Bislang gibt es aber noch keinen bekannten Fall. Der Markt preist jedoch aktuell jedoch die Worst Case Szenarien ein. Die meisten Minen haben erhöhte Sicherheitsmaßnahmen eingeführt und haben auch Vorräte erhöht, sollten Lieferketten aufgrund des Coronavirus unterbrochen werden. Mark Bristow, CEO von Barrick Gold, hatte dies unlängst auch offiziell bestätigt. Ganz ausschalten kann man aber aktuell dieses Risiko nicht. Aber wie gesagt: Die Börse hat in den vergangenen Tagen jede Menge Horrorszenarien eingepreist. Nüchtern betrachtet verdienen die Goldminenbetreiber ausgezeichnet und das erste Quartal dürfte erneut sehr stark werden.