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07.12.2020 Marion Schlegel

Aurora Cannabis: Schockierendes Kursziel

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AURORA CANNABIS

Die Aktie des kanadischen Cannabis-Produzenten Aurora Cannabis hat sich seit ihrem Tief im Oktober deutlich erholen können. Zeitweise notierte die Aktie sogar 280 Prozent über ihrem Oktober-Tiefstand. Das Papier profitierte insbesondere von der Hoffnung, dass mit dem Sieg Joe Bidens bei der US-Präsidentschaftswahl nun die Legalisierung dort fortschreiten könnte. Ein Analyst sieht die Erholung aber vollkommen übertrieben: Gordon Johnson, Analyst bei GLJ Research, erwartete, dass die Aktie auf Null fällt.

AURORA CANNABIS (WKN: A2P4EC)

Gerade weil die Aktie im abgelaufenen Börsenmonat so stark performte, zeigt sich Johnson für die weitere Entwicklung alles andere als zuversichtlich. Dabei verwies der Experte insbesondere auf die schwache Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal: Zwar konnte das Unternehmen auf der Umsatzseite die Erwartungen schlagen, unter dem Strich wurde das Minus aber signifikant größer. Zudem verbrannte Aurora Geld in deutlich erhöhter Geschwindigkeit. Für Johnson gibt es nur einen Weg, auf die jüngste Rallye bei der Aktie zu reagieren: "Verkaufen. Oder sogar Leerverkäufe tätigen – denn diese Aktie wird auf 0 US-Dollar fallen", zitiert Yahoo Finance vor Kurzem den Experten.

Auch DER AKTIONÄR favorisieirt am Cannabis-Markt derzeit ebenfalls durchaus andere Werte als Aurora Cannabis, die Einschätzung von Gordon hält DER AKTIONÄR aber klar für überzogen. Dass der Analyst ohnehin recht gern mit extrem pessimistischen Kurszielen auffällt, zeigte sich jüngst bei der Aktie von Tesla. Hier gab er ein Kursziel von 40 Dollar aus.

Für den Cannabis-Markt an sich gab es zuletzt deutlich positive Signale. Das US-Repräsentantenhaus hat für die Legalisierung von Marihuana auf Bundesebene gestimmt. 228 Abgeordnete in der von den US-Demokraten dominierten Parlamentskammer sprachen sich am Freitag dafür aus, Marihuana aus dem Betäubungsmittelgesetz der Vereinigten Staaten zu streichen. 164 Abgeordnete votierten dagegen. Die Gegenstimmen kamen vor allem aus den Reihen der Republikaner. Der Gesetzesentwurf dürfte aber im Senat scheitern. In dieser Parlamentskammer haben die Republikaner die Mehrheit. Das Signal ist aber in jedem Fall positiv zu werten.

Anleger, die kein Einzel-Investment wagen wollen, die aber dennoch von der Erholung im Cannabissektor profitieren wollen, für die hat DER AKTIONÄR einen Korb aus größten Unternehmen des North American Marijuana Index zusammengestellt: den AKTIONÄR North America Cannabis Select 10 Performance-Index. Mit dem Tracker-Zertifikat mit der ISIN DE000VE21CB3 aus dem Hause Vontobel können Anleger direkt von der Entwicklung der AKTIONÄR-Auswahl profitieren.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Herr Bernd Förtsch, Verleger und Eigentümer der Börsenmedien AG, hält mittelbar eine wesentliche Beteiligung an der flatex AG, deren Tochtergesellschaft flatex Bank AG unter der Marke flatex Online-Brokerage betreibt. Die flatex Bank AG erhebt für den Handel in Finanzinstrumenten in der Regel von ihren Kunden Ordergebühren. Die flatex Bank AG hat mit Morgan Stanley, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Vontobel, BNP Paribas und HSBC eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach diese Institute den Status eines bevorzugten Partners von Hebelprodukten (Exchange Traded Products) haben und von ihnen emittierte Hebelprodukte durch die flatex Bank AG angeboten werden, die Kunden ohne oder mit reduzierten Ordergebühren handeln können. Die flatex Bank AG erhält in diesem Zusammenhang von Morgan Stanley, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Vontobel, BNP Paribas und HSBC Vergütungen für den Vertrieb dieser Finanzinstrumente.

(Mit Material von dpa-AFX)