Wachstum durch Legalisierung
Im Oktober 2018 erlaubte Kanada als erster G7-Staat den Anbau und Verkauf von Cannabis. Seitdem dürfen Volljährige in Kanada Cannabis in Form von Blüten, Öl, Samen und Pflanzen kaufen, mit sich führen und konsumieren. Und seit Oktober 2019 sind in Kanada auch Lebensmittel mit Cannabiszusätzen wie Kekse oder Getränke legal (Cannabis 2.0).
Auch in anderen Ländern wurde die Legalisierung von Cannabis in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Die Entkriminalisierung ist Treiber für das „grüne Gold", das auch als wirkungsvolles medizinisches Arzneimittel beliebter wird. Besonders der Wirkstoff Cannabidiol, kurz CBD, gilt als angstmildernd, stresslindernd und schlaffördernd. In der Schmerztherapie, etwa bei chronischen Erkrankungen, ist es allerdings der Wirkstoff THC, der die entsprechende Linderung verschafft. In Deutschland gibt es Cannabis auf Rezept seit 2017.
Darüber hinaus hat Deutschland im April 2024 eine Teillegalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum eingeführt: Volljährige dürfen seitdem bis zu 25 Gramm besitzen, bis zu drei Pflanzen zu Hause anbauen und Cannabis über nicht-kommerzielle Anbauvereinigungen, sogenannte Cannabis Social Clubs, beziehen. Ein vollständig kommerzieller Verkauf in Geschäften ist jedoch weiterhin nicht gestattet.
2025 wurden im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) insgesamt rund 568.000 Cannabis-Verordnungen registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber rund 388.000 im Jahr 2021.
Potenzielle „High"-Flyer fürs Depot
Die größten Cannabismärkte sind jedoch noch immer Kanada und die USA. Immenses Potenzial schlummert laut Experten allerdings auch in Europa: Laut Statista Market Insights erzielte der europäische Cannabismarkt aus medizinischem und Freizeitkonsum 2024 bereits einen Gesamtumsatz von rund 3,3 Milliarden US-Dollar, mit einer Prognose von rund 4,6 Milliarden US-Dollar bis 2030.
Dass die Legalisierung und Entkriminalisierung in vielen weiteren wichtigen Ländern langfristig vorangetrieben wird, ist die große Hoffnung des Cannabissektors. So sehen Branchenexperten ein deutlich höheres Marktpotenzial als bei traditionellen Produkten. Der globale Gesamtmarkt für Cannabis – medizinisch und Freizeit zusammen – erreichte 2024 rund 56,5 Milliarden US-Dollar. Allein auf die USA, die den Markt dominieren, entfielen dabei rund 25,3 Milliarden US-Dollar im Freizeitbereich. Bis 2030 soll der weltweite Cannabismarkt laut Statista Market Insights auf rund 72,9 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Wer heute schon von der blühenden Zukunft des Cannabismarktes profitieren möchte, findet mit dem North America Cannabis Index die beste Gelegenheit dazu. Der Index bildet die Entwicklung vier aussichtsreicher Cannabis-Player ab.