Aumovio hat am Donnerstag seine Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Diese zeigen eine deutliche Verbesserung der Profitabilität. So fiel der bereinigte operative Gewinn trotz eines Umsatzrückgangs deutlich höher aus als im Vorjahreszeitraum. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf die Details.
Konkret bekam der Automobilzulieferer zum Jahresauftakt die Schwäche der Automobilindustrie zu spüren. Infolge von Volumenrückgängen sank der Konzernumsatz von 4,8 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden Euro. Dank Effizienzmaßnahmen und eines verbesserten Produktmix kletterte der operative Gewinn (EBIT) jedoch um 14,3 Prozent auf 106 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich somit von 1,9 Prozent auf 2,4 Prozent.
Auch beim bereinigten Free Cash Flow konnte Aumovio überzeugen. Dieser fiel mit minus drei Millionen Euro deutlich besser aus als im ersten Quartal 2025, wo er sich auf minus 33 Millionen Euro belief. Zugleich fiel der Mittelabfluss damit deutlich geringer aus als von Analysten erwartet. Diese hatten im Vorfeld mit minus 45 Millionen Euro gerechnet.
Während der Konzern bei den meisten Kennzahlen im Rahmen der Erwartungen lag, fiel der Verlust je Aktie mit 1,57 Euro deutlich höher als die prognostizierten 0,13 Euro. Allerdings hat sich Aumovio damit gegenüber dem Vorjahreswert klar verbessert. Im ersten Quartal 2025 wurde nämlich noch ein Verlust von 2,17 Euro ausgewiesen.
Finanzchefin Jutta Dönges betonte bei der Vorlage der Zahlen vor allem die Bedeutung der Kostendisziplin: „Ein striktes Kosten- und Cash-Management hat für uns höchste Priorität, und wir haben im ersten Quartal hierbei weitere Fortschritte erzielt. Der verbesserte bereinigte Free Cash Flow und die starke Nettoliquidität verschaffen uns die finanzielle Flexibilität, sicher durch ein herausforderndes Marktumfeld zu steuern und gleichzeitig die Grundlage für weiteres profitables Wachstum zu legen.“
Die Prognose bestätigte das Management indes. Aumovio peilt demnach für das Gesamtjahr einen Umsatz von 17,0 bis 18,5 Milliarden Euro an. Gleichzeitig soll die bereinigte EBIT-Marge zwischen 3,5 und 5,0 Prozent liegen.
Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen erste Erfolge. Der heutige leichte Rücksetzer fällt nach der jüngsten Erholung nicht schwer ins Gewicht. DER AKTIONÄR bleibt weiter zuversichtlich: Die Aktie ist ein Kauf.
Ein besonderer Dank für die Mitarbeit an diesem Artikel gilt Emily Grunert.
Heute, 14:11