Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen des Marktes übertroffen. Steigende Verkäufe von Krebsmedikamenten sowie Mitteln gegen seltene Krankheiten glichen den Gegenwind durch Patentverluste beim Diabetes-Medikament Farxiga in den USA mehr als aus.
Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis kletterte um zwölf Prozent auf knapp 5,2 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verzeichnete einen Sprung um rund ein Fünftel auf 2,63 Dollar. Beim Gewinn hatten Analysten im Vorfeld mit weniger gerechnet.
Konzernchef bekräftigt Jahresziele
Konzernchef Pascal Soriot zeigte sich zufrieden mit der Dynamik im ersten Halbjahr. Neben der operativen Stärke verwies Soriot auf sechs erfolgreich absolvierte Phase-III-Programme sowie acht Erstzulassungen in wichtigen Märkten. Trotz eines Rückschlags beim Hoffnungsträger Wainua hält das Management an seinen langfristigen Zielen fest: Bis 2030 soll der Jahresumsatz auf 80 Milliarden Dollar steigen. Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Aktie reagierte positiv auf das Zahlenwerk und kletterte in London um rund zwei Prozent auf 12.900 Pence. Auch die Reaktionen von Analystenseite fallen wohlwollend aus. JPMorgan belässt die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 16.000 Pence. Analyst Richard Vosser sprach von einer soliden Entwicklung: Während Umsatz und operatives Ergebnis den Erwartungen entsprachen, sorgte eine niedrigere Steuerquote für die positive Überraschung beim Gewinn je Aktie. Das Analysehaus Jefferies bestätigt ebenfalls seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 17.500 Pence. Analyst Michael Leuchten sieht die Kennziffern weitgehend im Rahmen der Konsensschätzungen.
AstraZeneca liefert ab. Die Pipeline ist gut gefüllt und die Positionierung in der Onkologie sichert die langfristige Dynamik. Zudem überzeugt das Papier als verlässlicher Dividendengarant mit einer Dividendenrendite von rund zwei Prozent. Die Aktie bleibt ein Kauf. Wer breit gestreut von der Entwicklung weiterer europäischer Schwergewichte profitieren möchte, greift zum European Champions Index von DER AKTIONÄR.
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Enthält Material von dpa-AFX
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