Der britisch-schwedische Pharma-Riese Astrazeneca lotet laut einem Medienbericht eine Konsolidierung in der Pharma-Szene aus. Wie die Financial Times (FT) berichtet, spricht der Konzern mit dem Pharma-Wettbewerber Bristol-Myers Squibb über einen Unternehmenszusammenschluss. Ein möglicher Deal wäre historisch.
Laut der FT würde bei einer Fusion einer der weltweit größten Pharma-Konzerne mit einem Wert von fast 400 Milliarden Dollar entstehen. Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen hätten die Unternehmen in den letzten Monaten Gespräche über einen Zusammenschluss geführt. Die Gespräche könnten in naher Zukunft zu einer Einigung führen, könnten sich jedoch verzögern oder scheitern, so die FT auf Basis der Informanten.
Demnach könnte eine Fusion zu den größten Pharma-Deals aller Zeiten zählen und den weltweit viertgrößten Pharma-Konzern formen.
Sowohl Astrazeneca als auch Bristol-Myers Squibb sind im Bereich der Onkologie stark aufgestellt. Beide Gesellschaften hielten sich zudem zuletzt in Sachen M&A zurück. Hintergrund: Durch den auslaufenden Patentschutz bei zahlreichen Blockbustern ist die Biopharma-Szene durch hohe Übernahmeaktivitäten geprägt.
Im zweiten Quartal 2026 steigerte Bristol-Myers Squibb die Erlöse um sechs Prozent auf 13 Milliarden Dollar. Neun Milliarden Dollar davon entfielen auf den US-Markt. Auch Astrazeneca steigerte den Umsatz um sechs Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar.
Ein Zusammenschluss würde strategische Sinn machen, um die Kräfte im Pharma-Universum zu bündeln. Allerdings bleiben erhebliche Zweifel, ob die Kartellbehörden einen Deal durchwinken würden. Denn beide Gesellschaften sind insbesondere im Bereich der Onkologie breit aufgestellt. Anleger bleiben bei Astrazeneca an Bord. Bristol-Myers Squibb hingegen ist keine laufende AKTIONÄR-Empfehlung.
Heute, 07:55
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