Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat AstraZenecas Etcamah (Camizestrant) im beschleunigten Verfahren zugelassen. Das Medikament darf in Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer – Abemaciclib, Palbociclib oder Ribociclib – zur Behandlung einer speziellen Art von Brustkrebs eingesetzt werden. Analysten bestätigten daraufhin ihre Kaufempfehlung. Auch an der Börse kommen die News gut an.
Die Zulassung gilt für Patienten mit hormonrezeptorpositivem (HR+), HER2-negativem Brustkrebs. Basis der Entscheidung war eine Studie, in der Camizestrant zusammen mit einem CDK4/6-Hemmer das mediane progressionsfreie Überleben im Vergleichstest klar verlängerte. In der Camizestrant-Gruppe lag das geschätzte mediane progressionsfreie Überleben bei 16 Monaten. In der Vergleichsgruppe wurden 9,2 Monate erreicht. Parallel genehmigte die FDA den Guardant360-CDx-Test von Guardant Health als begleitendes diagnostisches Medizinprodukt. Er soll jene Brustkrebspatienten identifizieren, die eine ESR1-Mutation tragen und damit für eine Behandlung mit Camizestrant infrage kommen.
Die US-Investmentbank JPMorgan hält an ihrer positiven Einschätzung der Astrazeneca-Aktie fest. Das Votum lautet weiterhin „Overweight“, das Kursziel bleibt bei 16.000 Pence. Analyst Richard Vosser wertet die beschleunigte Zulassung von Etcamah in den USA als moderat positiven Impuls.
Auch Jefferies bleibt optimistisch und bestätigt die Kaufempfehlung für Astrazeneca. Das Kursziel liegt unverändert bei 17.500 Pence. Analyst Michael Leuchten bezeichnete die US-Genehmigung für Etcamah als eine der wichtigsten Zulassungen im Brustkrebsbereich der vergangenen Zeit. Die Tragweite der Entscheidung sieht Leuchten allerdings weniger im Wirkstoff selbst als in dem zugrunde liegenden Therapieansatz. Besonders bemerkenswert sei, dass sich die FDA über die kritische Einschätzung ihres eigenen Beratungsgremiums hinweggesetzt habe.
Die Aktie von Astrazeneca kann zum Wochenstart deutlich zulegen. Am Londoner Heimatmarkt geht es 1,5 Prozent nach oben. Charttechnisch wichtig wäre nun ein baldiger Sprung über die 50-Tage-Linie. DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von Astrazeneca aber ganz klar optimistisch gestimmt. Nicht zu verachten zudem: Astrazeneca ist ein verlässlicher Dividendenzahler. Die Rendite beträgt derzeit 2,0 Prozent. Astrazeneca ist zudem Mitglied im European Champion Index des AKTIONÄR. Weitere Informationen und handelbare Produkte finden Sie hier.
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