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20.12.2020 Marion Schlegel

Astrazeneca: Corona-Impfstoff lässt auf sich warten – anderer Ansatz als BioNTech und Moderna

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Astrazeneca

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat noch nicht über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca entschieden. Die Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte eine MHRA-Sprecherin am Samstag. "Unser Verfahren zur Zulassung von Impfstoffen soll sicherstellen, dass jeder zugelassene Covid-19-Impfstoff die erwarteten hohen Standards in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit erfüllt." Zuvor hatte die Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, das Vakzin, das Astrazeneca gemeinsam mit der renommierten Universität Oxford entwickelt, solle am 28. oder 29. Dezember die Zulassung erhalten.

Astrazeneca (WKN: 886455)

Anders als die Impfstoffe der Mainzer Firma BioNTech und des Pharmakonzerns Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat nicht zu den sogenannten mRNA-Impfstoffen. Die Europäische Union hat bereits Hunderte Millionen Dosen bei Astrazeneca bestellt. Insgesamt wurden weltweit schon Milliarden Dosen dort in Auftrag gegeben.

Der vielversprechende Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern – beide sind für die Immunabwehr wichtig.

Die Aktie von Astrazenca kommt derzeit einfach nicht in die Gänge. Zuletzt hat außerdem die Übernahme von Alexion für Druck bei dem Papier des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gesorgt. Kurzfristig könnte dies die Aktie weiter belasten, langfristig sollte sich der Deal jedoch auszahlen. Investierte Anleger beachten den Stoppkurs bei 75,00 Euro. Nicht zu verachten: Astrazeneca ist ein verlässlicher Dividendenzahler. Derzeit beträgt die Rendite 2,6 Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BioNTech und Moderna.

(Mit Material von dpa-AFX)

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