Der Chip-Zulieferer ASML hat zur Wochenmitte starke Quartalszahlen präsentiert und die Prognose angehoben. Die Kunden bestellen so viele Anlagen, dass das Angebot für 2027 und 2028 nicht ausreicht. Deshalb prüft der Konzern einen weiteren Ausbau seiner Kapazitäten. Für die ASML-Aktie geht es auch dank positiver Analystenkommentare aufwärts.
Die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz treiben die Nachfrage nach den hochentwickelten Lithografie-Systemen von ASML. Konzernchef Christophe Fouquet sieht deshalb weiteren Spielraum für den Ausbau der Produktion. „Vor diesem Hintergrund prüfen wir Möglichkeiten, die Kapazität für 2028 über die bereits kommunizierte Steigerung von 30 Prozent hinaus zu erhöhen.“ Genügend Geld dafür ist vorhanden: Wie DER AKTIONÄR berichtete, sprang der Gewinn je Aktie von 5,49 Euro im Vorjahreszeitraum auf 12,95 Euro.
Die Auftragslage reicht damit weit in die Zukunft. Zwischen Bestellung und Auslieferung der komplexen Anlagen liegt mehr als ein Jahr. ASML muss die Kapazitäten entsprechend frühzeitig planen, um die Nachfrage bedienen zu können.
Analysten sind sich uneins
Die Analysten reagieren unterschiedlich auf die Prognoseanhebung. JPMorgan bewertet die Zahlen besser als erwartet, bestätigt die Einstufung „Overweight“ und hält am Kursziel von 2.100 Euro fest. Jefferies bleibt dagegen bei „Hold“ und einem Kursziel von 1.650 Euro. Analyst Janardan Menon sieht das dritte Quartal weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Zwar sei der geplante Kapazitätsausbau positiv, dieser sei jedoch bereits erwartet worden. Zudem dürften die Bewertungskennzahlen von ASML und der Branche im Zyklus weiter sinken, was das Kurspotenzial begrenzen könnte.
DER AKTIONÄR sieht wie JPMorgan noch deutliches Aufwärtspotenzial bei ASML. Die starken Zahlen untermauern, dass die Aktie ein Kauf ist.
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