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ASML‑Aktie: Kunden planen bis 2030 – warum der Konzern noch zögert

ASML‑Aktie: Kunden planen bis 2030 – warum der Konzern noch zögert
Foto: ASML
ASML Holding NV - %
Annalena Götz Heute, 16:02 ‧ Annalena Götz
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ASML hat am Mittwoch starke Zahlen vorgelegt. Doch das ist erst der Anfang. Auf der anschließenden Investorenkonferenz wurde deutlich, wie gewaltig die Nachfrage inzwischen ist: Kunden wollen bereits bis 2030 die begehrten EUV-Lithografieanlagen ordern. Trotzdem nimmt der Chipmaschinenbauer noch keine Bestellungen für diese Jahre an. Dahinter steckt ein Luxusproblem.

ASML hat ein starkes drittes Quartal geliefert: Der Umsatz sprang um 55 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro und traf die Markterwartungen damit nahezu punktgenau. Bei der Profitabilität legten die Niederländer dagegen deutlich mehr vor als erwartet. Mit 57,5 Prozent übertraf die Bruttomarge nicht nur die Schätzungen der Analysten um etwa eineinhalb Prozentpunkte, sondern sie lag auch über den vom Unternehmen angepeilten 55 bis 57 Prozent. Der operative Gewinn lag mit 5,17 Milliarden Euro zudem mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal. Die Analysten hatten im Vorfeld 4,91 Milliarden Euro auf dem Zettel. 

Upgrades – für ASML eine Goldgrube

Besonders lukrativ waren Aufrüstungen bestehender Maschinen. Das Geschäft mit Wartung und Upgrades brachte 3,29 Milliarden Euro Umsatz – ein Plus von 68 Prozent im Jahresvergleich und rund 400 Millionen Euro mehr als angekündigt. Der Bedarf an neuen Chips ist gewaltig, gleichzeitig sind die für ihre Herstellung nötigen EUV-Lithografiemaschinen knapp und weltweit kann sie nur ASML liefern. Entsprechend groß ist der Anreiz für Kunden, aus den vorhandenen Anlagen mehr herauszuholen. Produktivitäts-Upgrades ermöglichen einen höheren Waferdurchsatz auf derselben Fabrikfläche, sodass die Chipproduzenten ihre Kapazität auch ohne Installation weiterer Maschinen ausweiten können.

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