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Apple statt Bitcoin? Dan Ives und „Big Short“-Star mit Tipps für 2026

Apple statt Bitcoin? Dan Ives und „Big Short“-Star mit Tipps für 2026
Foto: Wedbush Securities
Bitcoin - United States Dollar - %
Lars Friedrich 06.01.2026, 19:42 ‧ Lars Friedrich
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Bitcoin schwächelt – und genau das könnte das wichtigste Signal zum Jahresauftakt sein. Während die Kryptowährung deutlich unter ihrem Hoch vom Herbst notiert, verschiebt sich der Fokus an den Märkten. Liquidität und Stimmung sind nicht mehr alles. Das meinen jedenfalls einige Investment-Größen zum Jahresauftakt.

Die These stammt aus einer aktuellen Folge des Podcasts Real Eisman Playbook. Mit dabei: „Big-Short“-Investor Steve Eisman, Strategas-Partner Chris Verrone und der bekannte Bulle Dan Ives (Foto oben), Analyst von Wedbush. Verrone sieht in der ersten Jahreshälfte 2026 einen Wechsel von spekulativen Marktsegmenten hin zur Realwirtschaft. Transport, Regionalbanken, Chemie, Rohstoffe – Sektoren, die jahrelang kaum eine Rolle gespielt haben, könnten wieder an Bedeutung gewinnen.

Ein zentrales Warnsignal liefert für Verrone ausgerechnet Bitcoin. Die jüngste Schwäche sei mehr als eine normale Korrektur. Sie zeige, dass Investoren Risiko abbauen. Bitcoin könne sich zwar noch einmal erholen, möglicherweise in den Bereich von 105.000 bis 110.000 Dollar. Die größere Botschaft sei jedoch eindeutig: 2026 gehe es weniger um High-Beta-Wetten und mehr um reale Werte.

Während Bitcoin an Strahlkraft verliert, rückt Apple stärker in den Fokus. Für Dan Ives wird 2026 „Apples Jahr“. Der Konzern könne deutlich stärker vom KI-Thema profitieren, unter anderem über eine mögliche Zusammenarbeit mit Google rund um Gemini. Apple stehe für genau das, was dem Markt in einer reiferen Phase wichtig werde: enorme Nutzerbasis, stabile Cashflows, Preissetzungsmacht. Auch Verrone zeigt sich vom Chartbild überzeugt und sagt offen, dass er Apple „liebt“.

Auch Microsoft und Oracle auf der Liste

Ives bleibt zwar grundsätzlich optimistisch für Technologie insgesamt und traut dem Sektor auch 2026 zweistellige Kursgewinne zu. Der Ton ist jedoch ein anderer als in den Vorjahren. KI werde differenzierter gespielt. Neben ausgewählten Software-Profiteuren sieht er vor allem große Plattformkonzerne wie Apple, Microsoft oder Oracle im Vorteil.

Ein Risiko bleibt dennoch über allem: Energie. Eisman warnt davor, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur an ganz banalen Grenzen scheitern könnte. Selbst fertige Rechenzentren könnten nicht ans Netz gehen, weil die Stromversorgung fehlt. Verzögerungen seien realistisch – und könnten zwischenzeitlich für Korrekturen sorgen.

Genau daraus leitet Verrone einen weiteren Trend ab. Rohstoffe, Metalle, Energie. Für ihn sind das keine Randthemen, sondern indirekte KI-Wetten. Nicht erste Reihe, sondern dritte oder vierte Ableitung – dafür mit realem Fundament.

Apple (WKN: 865985)

Das Fazit der Runde ist klar. KI bleibt ein dominantes Thema. Aber nicht mehr als reine Momentum-Story. Der Markt wird wählerischer. Apple steht sinnbildlich für diesen Wechsel. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Neben Bitcoin schwächelte auch Apple in den vergangenen Handelstagen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die beiden Werte dieses Jahr tatsächlich völlig gegenläufig entwickeln werden.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin, Apple, Microsoft.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.

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