Steigen die KI-Werte, hinkt Apple hinterher. Fallen sie, legt Apple zu. Dieses Muster hat sich in den vergangenen Monaten verfestigt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 27 Prozent gewonnen und damit maßgeblich zum Plus des S&P 500 von 13 Prozent beigetragen. Unter den „Magnificent Seven“ liegt Apple klar an der Spitze. 2025 hatte das Papier mit einem Zuwachs von acht Prozent noch zu den Underperformern der Gruppe gezählt.
Der Grund für die Entwicklung liegt in der Strategie. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta investieren Hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Apple hält sich bei diesem Wettlauf weitgehend zurück. Statt ein eigenes Rechenzentrumsnetz aufzubauen, bezahlt der Konzern Google für den Zugang zu dessen KI-Modellen.
Händler bewerten diese Entscheidung inzwischen als strategischen Vorteil. „Apple ist eine sehr liquide Absicherung gegen KI-Volatilität und eine gute Position, wenn man sich Sorgen um KI macht, aber trotzdem im Tech-Sektor investiert bleiben will“, sagt Jordan McCall, Senior Portfolio Manager bei Russell Investments, gegenüber Bloomberg. „Apple ist ein sicherer Hafen, wenn der Markt nervös wird.“
Wie ausgeprägt das Muster ist, zeigte die vergangene Woche. Sorgen um die Verschuldung des Cloud-Anbieters CoreWeave lösten breite Verkäufe bei KI-Werten aus. Der Halbleiterindex SOX verlor mehr als elf Prozent, so viel wie seit April 2025 nicht mehr. Ein Index der Magnificent Seven gab 3,1 Prozent nach. Apple legte dagegen zwei Prozent zu.
Heute, 15:15
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