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28.02.2020 Thobias Quaß

AMD, Nvidia und Co.: Jetzt stürzen die Chip-Aktien brutal ab

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AMD
Trendthema

Tech-Aktien sind die ersten, bei denen Anleger im aktuell weltweiten Kurssturz an den Börsen Gewinne realisieren. Insbesondere Halbleiter-Firmen leiden unter den COVID-19-Auswirkungen und den globalen Folgen auf die Wirtschaft. Die Aktien von AMD, Nvidia, Intel und Infineon stürzen zeitweise in einer Spanne von minus fünf bis über elf Prozent ab. Eine Übersicht.

AMD

Als seien die durch das Cornoavirus verursachten jüngsten Umsatzwarnungen von Apple und Microsoft sowie die Liefer- beziehungsweise Produktionsprobleme in China nicht schon genug. Nun brechen die Kurse der Tech-Aktien reihenweise ein. Beim Chiphersteller AMD verliert die Aktie beispielsweise innerhalb einer Woche über 30 Prozent - und ein Ende ist nicht in Sicht.

Dabei erreichte das Papier am 19. Februar mit 54,98 Euro erst ein neues 52-Wochen-Hoch. Nun fällt die Aktie über mehrere Tage zwischen sechs bis hin zu zwölf Prozent pro Tag. Aktuell notiert die Aktie um die 38 Euro – und ein Ende ist nicht in Sicht. Der vom AKTIONÄR gesetzt Stopp liegt bei 36,80 Euro, hier ist nun Aufmerksamkeit geboten.

Nvidia

Ähnlich sieht es bei Grafikchip-Primus Nvidia aus. Der Kurs kletterte am 20. Februar auf neues 52-Wochen-Hoch, das mehr als 26 Prozent über dem aktuellen Kurs von circa 218 Euro lag. Der empfohlene Stopp liegt hier bei 200 Euro – der Puffer kann durch die momentane Situation aber schnell Makulatur werden.

Intel

Intel kommt vergleichsweise glimpflich davon. Die Aktie des renommierten Halbleiterproduzenten kursiert um die vier bis sechs Prozent im Minus und steht kurz davor, die Unterstützung bei 55 Euro zu reißen. Das Papier notiert bei rund 48 Euro und ist damit noch weiter vom AKTIONÄR empfohlenen Stopp bei 37 Euro entfernt.

Infineon

Der deutsche Chiphersteller Infineon gehörte bereits am Vortag (27. Februar) zu den Verlierern im DAX und mit einem Minus von rund sechs Prozent fällt die Aktie heute weiter. Aktuell steht der Kurs bei 18 Euro und ist damit gefährlich nah an der GD200, die hier als Unterstützung dient. Auch der Stopp des AKTIONÄR bei 17 Euro ist nicht mehr weit entfernt.

Nachdem die großen US-Chiphersteller AMD und Nvidia beide in der vergangenen Woche neue Höchststände erreicht hatten, war vom AKTIONÄR bereits auf das Risiko einer Korrektur hingewiesen worden. Diese fällt nun verheerend aus, da durch COVID-19 zusätzlich branchenweite Produktions-, Liefer- und Umsatzwarnungen gemeldet werden.

Wer seine Positionen bei den Halbleiter-Aktien noch nicht verringert hat, tut gut daran, dies in der aktuellen Marktphase zu tun. Die vom AKTIONÄR empfohlenen Stopps sind bereits erreicht oder dürften zeitnah erreicht werden. Anleger an der Seitenlinie sollten den Abverkauf nicht zum Einstieg nutzen, denn es bleibt weiterhin unklar, wie stark die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 am Ende sein werden.

AMD (WKN: 863186)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Nvidia.