08.03.2019 Benedikt Kaufmann

Amazon schließt 87 Läden – das Ende der Offline-Expansion?

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Trendthema

Amazon verabschiedet sich von 87 Pop-Up-Stores. Bis Ende April sollen die kleinen Läden aus Einkaufszentren und Warenhäusern verschwinden. Doch keine Sorge, die große Expansion in den Offline-Handel ist keineswegs gescheitert, vielmehr plant Amazon den nächsten Schritt zu gehen. Aktionäre sind gespannt…

Denn Amazon zeigt mit der Schließung der kleinen Pop-Up-Stores, in denen Amazon-Produkte wie der Echo oder Kindle verkauft werden, dass die erste Phase des Ausprobierens vorbei ist. Ein Jahr hat der E-Commerce-Gigant die kleinen Läden getestet, jetzt sollen größere Läden entstehen.

Amazon plant sowohl eine Ausweitung der Buchläden als auch der sogenannten „4-Star-Stores“, in denen die hochbewerteten Top-Seller des Online-Giganten angeboten werden. Zusätzliche Läden sollen laut dem Wall Street Journal ebenfalls noch dieses Jahr entstehen.

Zeitgleich plant Amazon den Bau von 3.000 weiteren vollautomatisierten Amazon Go Läden. Zudem hat das Wall Street Journal berichtet, dass der Konzern beabsichtige, eine komplett neue Supermarktkette zu schaffen, die ein umfangreicheres Sortiment als Whole Foods anbietet.

Langfristig aussichtsreiche Strategie

Anleger sollten das Offline-Engagement von Amazon genau beobachten, denn die Expansion wird einiges kosten und etablierte Player lassen sich nicht schnell vertreiben. Gelingt es dem E-Commerce-Giganten jedoch Offline Fuß zu fassen, wird Amazons Marktmacht wirklich zementiert. Hier liegen langfristige Umsatzzuwächse begraben. Anleger bleiben der Aktie treu.