Die jüngsten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump haben die Märkte wieder einmal belastet. Mit den Aktienkursen der US-Technologieriesen Alphabet, Apple, Meta, Amazon und Microsoft ging es im Zuge dessen bergab. Der GAFAM Index, in dem die fünf Unternehmen vertreten sind, gab ebenfalls nach.
Verständlich, denn die Unsicherheit steigt dadurch wieder. Zudem lässt laut Amazon-Chef Andy Jassy Trumps Zollpolitik die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten allmählich steigen. Der weltgrößte Online-Händler und die auf der Plattform aktiven Händler hätten im vergangenen Jahr zwar erhebliche Warenbestände aufgebaut, bevor die Zölle in Kraft traten, sagte Jassy dem TV-Sender CNBC beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Diese Reserven seien jedoch im Herbst ausgegangen. Damit "kriechen" die Zölle nun auch in die Preise einiger Waren, wie er es formulierte.
Zugleich gingen einzelne Händler auf unterschiedliche Weise mit den Folgen der Zölle um, schränkte Jassy ein. Einige reichten sie in Form höherer Preise an die Verbraucher weiter, andere schluckten die Zusatzkosten selbst, um die Nachfrage nach ihren Produkten anzukurbeln.
Amazon selbst versuche stets, die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Allerdings sind im Einzelhandelsgeschäft mit den traditionell niedrigen Margen die Optionen "nicht endlos", sagte der Amazon-Chef. "Wenn bei den Leuten die Kosten um zehn Prozent steigen, gibt es nicht viele Stellen, an denen man das auffangen kann."
Trumps Regierung hatte Warnungen von Wirtschaftsexperten, dass letztlich US-Verbraucher die Kosten der Zölle tragen würden, stets zurückgewiesen. Der Präsident und seine Minister behaupten immer wieder, es gebe keine zusätzliche Inflation durch die Abgaben. Vielmehr machten die Zölle die USA reich und förderten Investitionen in die Produktion im Land, heißt es aus dem Weißen Haus.
Probleme mit einem Staat – in diesem Fall aber mit dem britischen – hat indes auch Meta. Der Konzern rückt erneut ins Visier der britischen Glücksspielbehörde. Diese wirft Meta vor, Werbung illegaler Glücksspielanbieter auf Facebook und Instagram zu dulden. Trotz klarer Regeln sollen nicht lizenzierte Casinos britische Nutzer erreichen. Der Fall sorgt für politische Aufmerksamkeit und könnte wohl erneut zu einer Strafe für die Facebook-Mutter führen.
Viel zu billig ist hingegen nach Ansicht von Wedbush-Analyst Dan Ives die Aktie von Apple nach dem KI-Deal mit Alphabet. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die jüngsten Zolldrohungen von Trump belasten alle fünf Aktienkurse. Mittel- bis langfristig betrachtet bleiben die Aussichten für die Tech-Giganten aber insgesamt weiterhin gut. Wer auf alle fünf Aktien gleichzeitig setzen will, kann dies mit dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AB2 machen. Mutige können sich auch gehebelte Produkte ins Depot legen.
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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Alphabet, Apple, Meta.
Aktien von Amazon befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Enthält Material von dpa-AFX
21.01.2026, 06:55