20.04.2020 Emil Jusifov

Alphabet und Facebook: Die Wolken werden dunkler!

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Alphabet

Wie keine anderen Unternehmen, leben die beiden Internetriesen Alphabet und Facebook von ihrem Werbegeschäft. Dies wird sich während der Coronakrise wohl in sinkenden Werbeeinnahmen und größeren Umsatzeinbußen widerspiegeln. Als ob das nicht genug wäre, hat nun Australien die beiden Tech-Konzerne dazu verdonnert, einen Teil des Werbe-Kuchens mit anderen Medienvertretern zu teilen.

In Zukunft sollen beide Tech-Giganten die Werbeeinnahmen mit den Medien teilen, welche die Ursprungsquelle des Inhalts bilden. Zudem sollen Google und Facebook, Angaben über die Art des veröffentlichten Contents, die jeweilige Klickrate und die dazugehörigen Erlöse machen. Weitere Details wurden noch nicht bekanntgegeben.

Der Finanzminister Frydenberg begründete diese Gesetzesinitiative mit der Monopolstellung der beiden Unternehmen, welche den Werbemarkt quasi unter sich aufteilen würden. Laut Frydenberg würden Google (47 Prozent der Marktanteile) und Facebook (24 Prozent der Marktanteile) einen Großteil des australischen Online-Werbemarktes beherrschen.

Frydenberg sprach von einer „wegweisenden Entscheidung“, die als Vorbild für andere Länder dienen werde.

Einsparmaßnahmen bei Google

Erst kürzlich hat Alphabet-CEO Sundar Pichai mitgeteilt, die Ausgaben aufgrund des schwächelnden Werbegeschäfts stark reduzieren zu wollen. So sollen in diesem Jahr keine neuen Mitarbeiter mehr eingestellt werden. Neben den Personalkosten sollen auch weitere Ausgaben (wie etwa für Geschäftsreisen) zurückgefahren sowie Investitions- und Projektbudgets deutlich verkleinert werden.

Probleme im Werbegeschäft bei Facebook

Bereits vor mehreren Wochen teilte Facebook mit, dass seine Dienste in der Krise weiter stabil und zuverlässig laufen und ein deutlich höheres Nutzeraufkommen verzeichnen würden. Gleichzeitig sei Facebooks Werbegeschäft beeinträchtigt, da viele der Dienste, bei denen ein verstärktes Engagement festzustellen ist, nicht hinreichend monetarisiert werden können. Zudem sei eine Abschwächung des Anzeigengeschäfts in von der Viruskrise stark betroffenen Ländern zu beobachten.

Alphabet (WKN: A14Y6F)

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass Alphabet und Facebook noch eine Zeit lang mit sinkenden Einnahmen und regulatorischen Herausforderungen im Bereich des Werbegeschäfts zu kämpfen haben werden. Trotzdem bleibt DER AKTIONÄR für die Zukunft der beiden Konzerne aufgrund ihrer starken fundamentalen Verfassung, hoher Liquiditätsreserven und Innovationsfähigkeit sehr optimistisch. Beide Werte bleiben für den AKTIONÄR absolute Basisinvestments.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die Publikation resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Alphabet, Facebook.

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