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27.03.2020 Thobias Quaß

Alphabet sagt COVID-19 den Kampf an!

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Alphabet

Nicht nur die Automobilbranche und die Bekleidungsindustrie können in Zeiten der Coronakrise helfen, auch Digitalkonzerne können einen Beitrag leisten. So auch Verily, der Healthcare-Technologie-Arm von Alphabet. Mit rund 1.000 Freiwilligen aus dem Google-Mutterkonzern werden mittlerweile eigene COVID-19-Test-Stationen in Kalifornien betrieben. Dennoch sinkt die Aktie im frühen US-Handel um knappe vier Prozent.

Dabei ist das Engagement bitter nötig. In den USA explodieren die COVID-19-Fallzahlen. Die USA haben laut den Erhebungen der Johns-Hopkins-Universität mittlerweile China und Italien überholt: Knapp 86.000 Infizierte, davon 1.300 Tote.

Um gegen diese immense Ausbreitung vorzugehen, hat Verily jüngst auch eine eigene COVID-19-Tracking-Website gestartet, auf welcher potenziellen Patienten die nahegelegenste Testmöglichkeit angezeigt wird. Die eigenen Tests laufen über das Project Baseline, das auch vom Staat Kalifornien unterstützt wird.

Verily

Technische Analyse

In den vergangenen Wochen büßte das Papier aber in der Spitze mehr als 30 Prozent ein und rutschte zwischendurch mit einem Kurs bei 1.013 Dollar unter die wichtige 1.100 Dollar-Marke. Auch die fundamentale Stärke konnte diesen Dip nicht verhindern. Jetzt notiert die Aktie bei circa 1.116 Dollar. Nun gilt es, den Widerstand bei 1.161 Dollar nachhaltig zu überwinden um eine Erholungsbewegung zu starten.

Alphabet gehört unter anderem mit dem Betriebssystem Android, der Onlinesuche Google und dem Streamingdienst YouTube zu den größten und wichtigsten Treibern der Digitalisierung. Mit einem aktuellen 2020er-KGV von rund 22 ist die Alphabet-Aktie zudem günstig bewertet. Investierte Anleger bleiben dabei. Anleger an der Seitenlinie können nun eine erste Position aufbauen. Der Stopp kann bei 900 Euro gesetzt werden.

Alphabet (WKN: A14Y6F)

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Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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