Allianz: Kapitalboost aus Indien

Allianz: Kapitalboost aus Indien
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Michael Herrmann 08.01.2026, 14:57 Michael Herrmann

Die Allianz liefert beim Indien-Umbau. Der Verkauf der ersten Tranche ihrer indischen Beteiligungen ist abgeschlossen – und spült weitere Milliarden in die ohnehin üppigen Kassen des Versicherungsriesen. Zugleich bleibt Indien aber ein wichtiger Markt für den DAX-Konzern.

Die Allianz hat den Verkauf der ersten Tranche ihrer indischen Beteiligungen abgeschlossen. Ein Anteil von 23 Prozent an zwei Gemeinschaftsunternehmen im Schaden- und Lebensversicherungsgeschäft ging für 2,1 Milliarden Euro an die Bajaj Promotor Group. Die Veräußerung der verbliebenen drei Prozent soll bis zum zweiten Quartal 2026 folgen.

Aus Anlegersicht ist der Schritt sinnvoll. Die Allianz verschlankt ihre Struktur in einem wichtigen Wachstumsmarkt und schafft gleichzeitig finanziellen Spielraum. Das Management betont, dass die Erlöse aus dem Verkauf auch in neue Gemeinschaftsunternehmen in Indien investiert werden könnten. Damit bleibt der Konzern strategisch im Markt engagiert, allerdings mit einem effizienteren Setup.

Finanziell zahlt sich die Transaktion kurzfristig aus. Die Allianz erwartet im ersten Quartal einen nicht-operativen Gewinn von rund 1,1 Milliarden Euro. Zudem dürfte sich dadurch die Solvency-II-Kapitalisierungsquote von zuletzt 209 Prozent um etwa fünf Prozentpunkte verbessern – ein klar positives Signal für die ohnehin starke Kapitalbasis des Versicherers.

Die jüngste Meldung aus München kommt nicht überraschend. DER AKTIONÄR hatte bereits im vergangenen März über die Pläne der Allianz berichtet (siehe hier), ihr Indien-Geschäft neu aufzustellen. Nun ist der nächste Schritt vollzogen.

Allianz (WKN: 840400)

Die Optimierung des Indien-Geschäfts stärkt Bilanz und Flexibilität des Versicherungsriesen zusätzlich. Neben den fundamentalen Aussichten sieht aktuell auch das Chartbild positiv aus. Die Aktie bleibt ein defensiver Qualitätswert, der zudem mit einer attraktiven Dividende lockt. Anleger können hier weiter zugreifen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.

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