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Foto: Allianz
27.11.2021 Thomas Bergmann

Allianz: Ausverkaufskurse am Freitag – jetzt nachziehen?

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Allianz

Der Versicherungskonzern Allianz hat sich am Freitag dem allgemeinen Abgabedruck auch nicht entziehen können. Die Aktie verlor mehr als fünf Prozent und schloss deutlich unter der 200-Euro-Marke. Das charttechnische Bild hat sich damit weiter verschlechtert, zudem droht der Fall unter wichtige Unterstützungen. Da hilft es auch nichts, wenn der Konzern über neue Investments berichtet.

Wie der Münchner Versicherungsriese am Freitag mitteilte, investiert man eine Milliarde Euro in den Ausbau des österreichischen Glasfasernetzes. Die Allianz-Tochter öGIG werde damit einer der größten Glasfasernetzbetreiber Österreichs und wolle bis 2030 bis zu einer Million Haushalte mit schnellem Glasfaser-Internet versorgen.

Allianz-Capital-Partners-Manager Michael Pfennig sagte: "Als einer der größten Infrastruktur-Investoren weltweit freuen wir uns, mit den langfristigen Pensions- und Versicherungsgeldern unserer Kundinnen und Kunden und weiterer Anleger einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung in Österreich leisten zu können." Der Allianz-Konzern betreut im Auftrag seiner Versicherungskunden ein Investmentportfolio von 802 Milliarden Euro.

Zur Affäre um die Structured-Alpha-Fonds in den USA gesellt sich aber nun noch eine neue Virus-Variante. Dies sorgt für zusätzliche Unsicherheit, die den Anlegern nicht schmeckt.

Allianz (WKN: 840400)

Wichtig ist jetzt, dass die Unterstützung bei 190 Euro nicht unterschritten wird. Falls doch, droht das September-Tief bei 182,52 Euro getestet zu werden. Hier sollte die Aktie spätestens drehen, da sonst erst bei 170 beziehungsweise 160 Euro die nächsten Haltemarken liegen.

Im Moment wäre es falsch, alle Aktien blindlings auf den Markt zu schmeißen. Es muss abgewartet werden, ob sich die neue Virus-Variante als gefährlich herausstellt. Die Allianz im Speziellen ist wieder sehr günstig bewertet und dürfte sich auf Sicht von Monaten wieder deutlich erholen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.

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