Alibaba springt auf den Chip-Zug auf. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, bereitet man den Börsengang seiner Chip-Sparte vor. Damit geht der Konzern den gleichen Schritt wie zuvor Baidu mit seiner Chip-Tochter Kunlunxin. Am Markt kommt das gut an, auf der Handelsplattform Tradegate geht es für die Aktie um fünf Prozent nach oben.
Als ersten Schritt plant Alibaba, die Chip-Sparte namens T-Head in ein Unternehmen umzustrukturieren, an dem auch Mitarbeiter beteiligt sind, wie Bloomberg berichtete. Anschließend will man den Börsengang prüfen. Wann die nötigen Unterlagen eingereicht werden, geschweige denn das IPO tatsächlich stattfinden soll, ist allerdings noch unklar.
Alibaba beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Entwicklung eigener Chips, um die Versorgung mit den entscheidenden Komponenten für die eigenen Rechenzentren und Cloud-Dienste nach dem Vorbild von AWS abzusichern. T-Head nun an die Börse zu bringen, ist ein mutiger Schritt auf dem Weg, den Konzern weg von einem reinen E-Commerce- und hin zu einem KI-Player zu entwickeln. Denn höchstwahrscheinlich wird Alibaba Hauptaktionär bleiben, behält so die Kontrolle und stellt gleichzeitig den Wert seiner Chip-Sparte heraus.
Dass T-Head Fortschritte macht, zeigen die jüngsten Entwicklungen: Alibaba hat einen Vertrag mit dem zweitgrößten Mobilfunkanbieter des Landes abgeschlossen, um seine Pingtouge-KI-Beschleuniger zu implementieren. Die Chips sollen in einem neuen großen Rechenzentrum des Mobilfunkkonzerns im Nordwesten Chinas zum Einsatz kommen – gemeinsam mit Beschleunigern von Wettbewerbern wie MetaX und Biren Technology.
DER AKTIONÄR hatte in den letzten Wochen immer wieder darauf hingewiesen, dass chinesische Chip-Aktien heiß sind. Mit diesem Schritt von Alibaba dürfte das Interesse an diesen weiter steigen. Die Aktie bleibt deshalb weiterhin ein Kauf. Welche Titel nun außerdem das Potenzial haben, kräftig anzusteigen und deshalb ins Depot gehören, erfahren Sie im China Stock Report.
22.01.2026, 10:50